Ringen: KSK Konkordia Neuss bleibt nach Sieg im Topduell Spitzenreiter

Ringen : KSK bleibt nach Sieg im Topduell Spitzenreiter

Vor heimischem Publikum bezwingt der Ringer-Oberligist Konkordia Neuss den KSV Simson Landgraaf in einem sehenswerten Duell 16:12.

Auch mit 74 Jahren brennt der gesundheitlich schwer angeschlagene Hermann J. Kahlenberg fürs Ringen. Darum elektrisierte den Ehrenvorsitzenden des KSK Konkordia Neuss das Topduell vor heimischem Publikum mit dem Westdeutschen Meister KSV Simson Landgraaf geradezu. Und weil die Hausherren am Ende mit 16:12 gewannen und damit ihre Tabellenführung verteidigten, stellte er glücklich fest: „Es war der angekündigte Spitzenkampf der Oberliga, der die Verantwortlichen der Vereine und die Zuschauer bis zur letzten Minute begeisterte.“

Dabei hatten die Neusser in letzter Minute noch zwei Ausfälle wegen Krankheit zu verkraften gehabt, das Schwergewicht konnte nicht besetzt werden. Der KSK trat wie gewohnt mit einer jungen Mannschaft an, das Durchschnittsalter lag unter 20 Jahren. Doch gerade der Nachwuchs wusste zu gefallen. Für Kahlenberg den Kampf des Abends lieferte Freistilspezialist Ayub Musaev in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm ab. Der Bronzemedaillengewinner der Junioren-WM 2019 zog alle Register, um den Engländer George Ramm, EM-Dritter 2017, mit 8:6 zu bezwingen. Kahlenberg: „Dafür gab es zur Belohnung stehende Ovationen vom fachkundigen Publikum.“

Auch die weiteren (jugendlichen) Trümpfe des KSK stachen. 61 Kilogramm (Griechisch-Römisch): Aaron Bellscheidt (8:1 gegen Alex Paulanyi); 71 kg (G): Deni Nakaev (16:0 gegen Wesley Mulder); 75 kg (G): Samuel Bellscheidt (15:0 gegen Scott Geelen). Seine gute Form bestätigte auch Neuzugang Mikalai Savenka, der im freien Stil in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm Jeffrey Hanssen mit 17:1 abfertigte – sein dritter Sieg im dritten Kampf. Knappe Niederlagen mussten derweil der erst 14-jährige Ilja Chupanov (6:9 gegen Milad Khazayi/57 kg F) und Julian Lejkin (1:5 gegen Moein Mohseni/86 kg G) hinnehmen. Der kurzfristig eingesprungene Griechisch-Römisch-Ringer Olimjon Kholikov (75 kg) rettete im Freistil gegen Charlie Bowling immerhin einen Mannschaftspunkt. „Das Schlussergebnis“, so Kahlenberg, „war hart umkämpft und eines Spitzenkampfes würdig.“ Bereits am Freitag steht für die Neusser beim ebenfalls noch ungeschlagenen AC Köln-Mülheim die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm. Am Rande der Veranstaltung wurden Aaron und Samuel Bellscheidt, Deni Nakaev und Ayub Musaev sowie die Trainer Oleg Dubov und Erich Marjalk für ihre internationalen Erfolge mit Geschenken bedacht.

In der Landesliga musste die Neusser Zweitvertretung lange auf ihren Gegner ASV Bielefeld warten. Die Ostwestfalen standen im Stau. Kahlenberg: „Der NRW-Sportwart muss jetzt entscheiden, ob der Kampf mit 40:0 für Neuss gewertet wird.“ Auf der Matte lautete das Ergebnis 34:7 für den KSK, der damit Platz zwei hinter Spitzenreiter SU Annen zu festigen wusste.

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