Lokalsport: Ringen: Hemmers EM-Aus irritiert, Mertens hofft noch

Lokalsport : Ringen: Hemmers EM-Aus irritiert, Mertens hofft noch

Glück und Pech lagen für die beiden Ringerinnen des AC Ückerath bei den am Kaspischen Meer in Kaspijsk (Russland) ausgetragenen Europameisterschaften eng beisammen: Laura Mertens, vor einem Jahr EM-Dritte im serbischen Novi Sad, unterlag in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm zwar Titelverteidigerin Bilyana Dudova, kann heute aber trotzdem noch Bronze holen. Nina Hemmer (53 kg), die in Serbien ebenfalls EM-Bronze eingebracht hatte, zog im Achtefinale unter sehr dubiosen Umständen den Kürzeren.

Laura Mertens lieferte der Favoritin einen großen Fight, geriet früh mit 0:2 ins Hintertreffen, versuchte aber alles, um nach der Wertung zum 1:2 zum Ausgleich zu kommen. Dudova verteidigte geschickt und erhöhte gegen die nun volles Risiko gehende Ückeratherin mit dem Schlussgong sogar noch auf 4:1. Laura Mertens ist freilich noch nicht raus aus dem Turnier. Da die Bulgarin nämlich ins Finale einzog, ringt die Deutsche heute gegen Emese Barka (Ungarn) um Platz drei. Ratlos und frustriert nahm das Team um Bundestrainer Patrick Loës derweil die Niederlage von Nina Hemmer auf. Die 25-Jährige bekam gegen Aysun Erge nach einer Aktion im Bodenkampf zwei Punkte zugesprochen. Den Einspruch der türkischen Delegation honorierte das Kampfgericht jedoch mit zusätzlichen vier Punkten für Erge. Das verstand auch Jannis Zamanduridis, Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes, nicht: "Ich weiß nicht, woher diese Punkte kommen." Hemmer verzagte indes nicht, doch die aggressive Türkin rettete trotz Verwarnung einen 8:7-Vorsprung über die Zeit. Im Viertelfinale war dann auch für sie Schluss.

(sit)
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