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Neue Spielzeit beginnt am 15. September: Rheinkraft greift nach DJK-Krone

Neue Spielzeit beginnt am 15. September : Rheinkraft greift nach DJK-Krone

Von Ralf Angenendt

Von Ralf Angenendt

Die Vorbereitungen auf die neue Volleyball-Saison laufen bei den höherklassigen Kreisvertretern auf Hochtouren. Manche stecken sich ehrgeizige Ziele. Doch bereits am Wochenende muss die DJK Rheinkraft ran, die beim alle vier Jahre anstehenden DJK-Bundessportfest als amtierender Vizemeister aus dem Jahr 1997 antritt und durchaus Siegeschancen besitzen dürfte. Bayer-Angreifer Markus Sandbrink. DJK-Zuspielerin Simone Asbach. TSV-Trainer Hans-Peter König. -->

Gerade ist die Volleyball-Saison abgehakt, da steht für Damen-Oberligist DJK Rheinkraft Neuss noch ein kleiner Höhepunkt an: Ab Freitag spielt das Team von Trainer Andreas Mehren beim Bundesturnier der DJK-vereine in Koblenz um den Titel in ab Verbandsliga offenen A-Klasse mit. Und auch mit um den Sieg, wie Mehren verkündet. "Wir treten als Vizemeister an, der Titelverteidiger DJK Augsburg hat sein Team kurzfristig abgemeldet und auch Bundesligist DJK Kaarbach wird in Koblenz nicht antreten", begründet Mehren seine durchaus berechtigten Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis.

Die Kaarbacherinnen, die noch in der Play-off-Runde der Meisterschaft standen, wollten wohl einmal eine ordentliche Pause einlegen. Nicht so die Rheinkraft, die sich "topmotiviert und bestens trainiert" (so Mehren) auf die kurze Reise begibt. Ernsthafte Konkurrenz erwachsen den Neusserinnen wohl im Bayernligisten DJK München-Ost. Gleichgültig, wie sich die Neusserinnen in Koblenz aus der Affäre ziehen, liegt ihr besonderes Augenmerk ganz auf der neuen Spielzeit, in der sie ein klares Ziel verfolgen: "Wir wollen in die Regionalliga aufsteigen und wir haben auch das Zeug dazu", erklärt Mehren, der die Truppe bereits in die Oberliga führte, wo in der abgelaufenen Spielzeit der mögliche Aufstieg nur knapp verpasst wurde.

Jetzt soll frisch gestärkt ein ernsthafter Anlauf in Richtung dritthöchste deutsche Spielklasse unternommen werden. Personell steht die DJK stärker da als in der abgelaufenen Spielzeit. Lediglich Marina Blehinger verlässt die Truppe aus beruflichen Gründen Richtung Langenfeld, wo sie beim dortigen Regionalliga-Team mittrainieren möchte. Dafür stehen nach ihrer Baby-Pause Hauptangreiferin Yvonne Schwabe und Sabine Witte wieder im Team. Und Mehren hat weitere Verstärkung angekündigt: "Wir stehen mit einer starken Angreiferin aus Duisburg und einer guten Nachwuchsspielerin in aussichtsreichen Gesprächen, hinzu könnte noch eine weitere Regionalligaspielerin kommen, und dann hätten wir ein sehr starkes Team."

Was allerdings wohl auch benötigt wird, denn die etwas durcheinander gewürfelte Oberliga dürfte es in der kommenden Spielzeit in sich haben. Neben den ohnehin starken Teams des SV RW Röttgen (wollte als Meister nicht aufsteigen) und der Alemannia Aachen II (durfte nicht aufsteigen, weil die "Erste" in der Regionalliga spielt) kommt noch der erfahrene Regionalliga-Absteiger Düsseldorfer SC hinzu. Weiterhin hat sich kurzfristig Bayer Wuppertal wegen Problemen auf der Zuspielerposition entschlossen, seine Mannschaft aus der Regionalliga zurückzuziehen und dürfte mit den genannten Teams und der DJK Rheinkraft das Quintett bilden, das um Platz eins kämpften wird.

Hinzu kommen die immer schwer einzuschätzenden Aufsteiger VC Geldern, TV 1848 Mönchengladbach und Human Essen. Da wird es für das Team des TSV Bayer Dormagen wieder schwer werden, den Klassenerhalt anzupeilen. Neben Dormagen komplettiert der VTHC Frechen die Zehnergruppe. In Dormagen werkelt Trainer Hans-Peter König derzeit an einer schlagkräftigen Truppe. "Die Mannschaft ist noch im werden begriffen", umschreibt König den Ist-Zustand. Doris Kamien und Silvia Pesch werden wohl aus beruflichen gründen kürzer treten und das Team Richtung DSC II (Landesliga) verlassen, Anja Löhr hat nach ihrem Achillessehnenriss zwar wieder ein wenig Beachvolleyball gespielt, denkt aber eher ans Aufhören und die junge Zuspielerin Mareen Müller verabschiedet sich zu einem einjährigen Amerika-Aufenthalt. Immerhin vermeldet König mit Edith Schumann (vom TV Salchendorf) eine Regionalliga-erfahrene Zuspielerin als bisher einzigen Neuzugang und weiß: "Wir brauchen noch Verstärkung."

Starter TSV Bayer

Wesentlich besser sieht es beim Top-Team aus dem Volleyball-Kreis aus: Dormagens Regionalliga-Herren, die die vergangene Spielzeit als Vizemeister abschließen konnten, müssen wohl lediglich den Ausfall von Markus Sandbrink beklagen. Sandbrink, auch beruflich sehr eingespannt, dürfte nach seinem im Winter erlittenen Kreuzbandriss kaum noch den Anschluss finden, doch mit Thomas Fleischmann vom Regionalligisten Ransbach-Baumbach sowie dem Langenfelder Stefan Lambertz stehen zwei starke Zugänge Gewehr bei Fuß.

Weiterhin tauchte zuletzt aus Los Angeles ein gewisser John beim Training am Dormagener Höhenberg auf, der, so TSV-Akteur Helmut Weissenbach, "stark, schnell und universell einsetzbar ist". John hat allerdings noch nicht für die neue Spielzeit zugesagt. Weiterhin stehen noch Verhandlungen mit einem weiteren Außenangreifer und einem jungen Zuspieler an. "Wenn das alles klappt, dann stehen wir in der nächsten Saison ganz hervorragend da", weiß Weissenbach. Von der Meisterschaft will man in Dormagen zwar noch nicht so laut reden, doch ist der TSV Bayer sicherlich der erste Anwärter auf Platz eins.

Nicht zu den Titelanwärtern gerechnet werden dürfte Zweitliga-Absteiger Bayer Wuppertal, der wohl vor einem Neuaufbau steht. Am Team für die neue Saison basteln die beiden Verbandsligisten TSV Bayer Dormagen II und VSC Grevenbroich, die jedoch noch keine Verstärkungen vermelden können, gar noch auf Trainersuche befindet sich Landesliga-Aufsteiger DJK Rheinkraft.