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Rhein-Kreis Neuss: Partner für Sport und Bildung fördern Olympia-Kandidaten

Olympische Spiele : PSB fördern weiter Olympia-Kandidaten

Ohne Corona würde am 24. Juli in Tokio das Olympische Feuer entzündet, jetzt sind die Spiele um ein Jahr verschoben. Die Partner für Sport und Bildung wollen die Kandidaten aus dem Rhein-Kreis bis dahin weiter unterstützen.

Gäbe es kein Virus namens Covid 19, würde in 44 Tagen in Tokio das Olympische Feuer entzündet. Doch wegen der weltweiten Corona-Pandemie und der besonderen Ansteckungsgefahr, die von Großveranstaltungen ausgeht, hat das Internationale Olympische Komitee die 32. Sommerspiele um ein Jahr verschoben. Geht es nach den Plänen des IOC, werden sie nun vom 23. Juli bis 8. August 2021 – ebenfalls in Tokio – ausgetragen.

Für die Sportler und Sportlerinnen ist die Verlegung mit einem Haufen Fragen versehen, von denen viele noch ungeklärt sind: Sind die, die sich bis zum Frühjahr bereits für die 2020er-Spiele qualifiziert hatten, auch für die Spiele in einem Jahr qualifiziert? Wann werden die abgesagten Qualifikations-Wettkämpfe nachgeholt? Und die wichtigste: Können sich die Sportler und Sportlerinnen leisten, noch ein Jahr intensiven Trainings anzuhängen und dafür auf Ausbildung oder Beruf gänzlich zu verzichten oder  zu vernachlässigen? Eine Frage, die vor allem für die besonders relevant ist, die nach Tokio 2020 ihre sportliche Karriere beenden und gegen eine berufliche eintauschen wollten.

Christoph Buchbender möchte ihnen zumindest einen Teil ihrer finanziellen Sorgen nehmen: „Wir werden unsere Olympiakandidaten und -teilnehmer mindestens bis zu den Spielen im kommenden Jahr unterstützen,“ verspricht der Präsident der Partner für Sport und Bildung (PSB), einem Zusammenschluss von dreißig Unternehmen aus dem Rhein-Kreis, die sich die Förderung des heimischen Spitzen- und Leistungssports auf die Fahnen geschrieben haben.

Und das, obwohl die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des durch sie bedingten „Lockdowns“ auch an den PSB nicht spurlos vorbei gegangen sind. „Trotzdem war die weitere Unterstützung für uns eigentlich keine Frage,“ sagt PSB-Vizepräsident Jürgen Steinmetz.

Ein wesentlicher Baustein zur Finanzierung war in den vergangenen vier Jahren die Sportgala der PSB, zuletzt drei Mal im Festsaal des Euromoda, mit vorgeschaltetem Charity-Golfturnier und einem hohen Promi-Faktor von noch aktiven und ehemaligen Spitzensportlern nicht nur aus dem Rhein-Kreis. Vor allem einstige Fußballgrößen wie Horst Köppel oder Siggi Held nahmen dabei gerne den Golfschläger in die Hand. Auf die Sportgala werden die PSB in diesem Jahr verzichten, auch, weil die Planungen für ein solches Event angesichts des zumindest bis zum 31. August geltenden Verbots von Großveranstaltungen zu unsicher erschienen. „Keiner weiß ja, welche Regelungen im September gelten,“ sagt Jürgen Steinmetz.

Weil unter freiem Himmel Abstands- und Hygieneregeln leichter einzuhalten sind, soll das Golfturnier ausgetragen werden. Es steigt nun am 11. September im Golfclub Rittergut Birkhof. Die „Gala“ wird „durch ein abendliches Barbecue unter freiem Himmel ersetzt,“ kündigt PSB-Geschäftsführer Ingo Frieske an, die Vorbereitungen für beide Events sind angelaufen.

Nach Möglichkeit sollen an diesem Tag auch die Olympiakandidaten aus dem Rhein-Kreis dabei sein. Zehn waren es, als der Sportbetrieb weltweit zum Erliegen kam. „Wir hoffen, dass alle bis zum nächsten Jahr weitermachen,“ sagt Jürgen Steinmetz, „und es dann möglichst viele von ihnen auch nach Tokio schaffen.“