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Rhein-Kreis: Die Fußball-Landesligisten schließen die Vorbereitung ab.

Fußball : Landesliga-Kicker geben noch mal Vollgas

Am letzten Wochenende vor dem Saisonstart am 6. September gehen die drei Landesligisten aus dem Fußballkreis 5 Grevenbroich/Neuss noch mal in die Vollen. Aufsteiger Teutonia Kleinenbroich bestreitet sogar drei Partien innerhalb von vier Tagen.

Ja, am Samstag haben die Fußballer des Landesliga-Neulings Teutonia Kleinenbroich tatsächlich mal frei. „Das haben sich die Jungs auch verdient“, sagt Trainer Norbert Müller. Ihr Programm zum Abschluss der Vorbereitung ist wirklich mörderisch: Am Donnerstag setzten sich die Mannen um Kapitän Marius Brunsbach nach Toren von Nelson Nwachukwu, Christopher Roth (je 2), Daniel Busse und Patrick vorn Hüls mit 6:0 gegen die DJK Dilkrath durch. Das Duell mit dem ehemaligen Rivalen aus der Bezirksliga war Müller wichtig, „denn das ist ein fußballerisch gute und spielstarke Mannschaft.“ Überaus zufrieden resümierte er darum: „Das war unser bestes Spiel der Vorbereitung.“

Gar nicht in den Kram passte ihm dagegen das Match der zweiten Kreispokalrunde am Freitagabend beim SV Schelsen. Denn noch bevor dieser Pflichttermin aufpoppte, hatte er für Sonntag bereits den interessanten Vergleich mit dem BC Viktoria Glesch-Paffendorf festgemacht. Weil er dem Mittelrheinligisten so kurzfristig keinen Korb geben wollte, war er heilfroh, „dass uns Schelsen mit der Verlegung von Sonntag auf Freitag entgegengekommen ist.“ Ein echtes Problem hat er mit den vielen Spielen in so kurzer Zeit freilich nicht. „Dann ist das eben so.“ Dafür will er seinen Schützlingen in der anstehenden Woche Pausen geben. „Dann kehren wir in den normalen Rhythmus mit Training dienstags, donnerstags und freitags zurück.“

Vielleicht fällt ihm auch noch eine Lösung für sein Torhüterproblem ein: Weil sich Stammkeeper Benedict Ruckes mit einer hartnäckigen Schulterverletzung herumplagt, ist fürs Erste Frederic Hartung eingesprungen. Der 26-Jährige ist nach seiner Herz-OP vor einem Dreivierteljahr, bei dem ihm eine künstliche Herzklappe eingepflanzt worden war, indes gerade erst wieder eingestiegen. Am Sonntag in Glesch rückt darum Dennis Prokopp zwischen die Pfosten.

Der SC Kapellen hatte sich am Wochenende beim Landesligisten VfR Fischeln eigentlich noch mal einen Härtetest verordnet. Da die Krefelder jetzt aber im Pokal ranmüssen, ist A-Kreisligist SC Borussia Kaster-Königshoven netterweise eingesprungen. Die Partie findet wie alle Vorbereitungsspiele in der Fremde statt, da dem SCK wegen der Umbauarbeiten am Klubheim die Kabinen nicht zur Verfügung stehen. Trotz des Handicaps zeigt sich der Sportliche Leiter Jörg Ferber mit der Vorbereitung grundsätzlich zufrieden: „Die Spiele waren okay – bis auf Monheim.“ Der Oberligist hatte dem Team von Trainer Juppi Schmitz am 8. August  eine 10:0-Packung verpasst.

Allzu hoch aufhängen möchte Ferber das Debakel allerdings auch nicht: „Wir hatten 40 Grad und die Jungs kamen aus einer harten Konditionseinheit. Außerdem waren bei den Monheimern Spieler wie Tobias Lippold und Benny Schütz gerade erst wieder ins Training eingestiegen und darum richtig heiß. Und dann passiert halt so was. Aber Ergebnisse zählen in dieser Phase der Vorbereitung gar nichts, wichtig ist nur die Erkenntnis, die du daraus ziehst.“ Auch darum verweist er umgehend auf die Partie gegen Viktoria Glesch-Paffendorf, die der SCK nur eine Woche später nach starker Leistung mit 2:1 gewann.  

Das Highlight im Rahmen der Vorbereitung der Holzheimer SG war für Trainer Hamid Derakhshan das Trainingslager vom 31. Juli bis 2. August in der Sportschule Hennef mit fast dem kompletten Kader sowie dem Trainer- und Betreuerteam. „In Hennef, wo sich schon die argentinische Nationalmannschaft auf große Turniere vorbereitet hat, findet man superprofessionelle Bedingungen vor. Auf den Rasenplätzen, die Top-Bundesliganiveau haben, sowie in der Halle mit Kunstrasenbelag konnten wir gut und intensiv trainiert.“ Darüber hinaus, so der Coach weiter, seien selbstverständlich auch Teambildungsmaßnahmen nicht zu kurz gekommen. Sein Resümee: „Eine rundum gelungene dreitägige Aktion, die man gerne wiederholen, vielleicht sogar als ständige Maßnahme in die künftigen Vorbereitungen aufnehmen kann.“ Am Sonntag empfängt die HSG den Bezirksligisten ASV Mettmann.