1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Revanche für Bayer Dornagene gegen TuS Fürstenfeldbruck gelingt

2. Handball-Bundesliga : Bayer Dormagen gelingt Revanche gegen Fürstenfeldbruck

Mit einem stark dezimierten Kader konnten die Dormagener die Hinspielniederlage gegen den Tabellenletzten wiedergutmachen. Am Ausweichspielort in der Leverkusener Ostermann-Arena stand unter dem Strich ein verdienter 30:27-Arbeitssieg.

Leverkusen bleibt für die Handballer des TSV Bayer Dormagen ein gutes Pflaster. Ziemlich genau 28 Jahre, nachdem die Dormagener das Hinspiel des Europacup-Finales gegen TK Santander damals noch in der Wilhelm-Dopatka-Halle überraschend mit 24:20 gewonnen hatten, setzten sie sich am Freitagabend in der inzwischen unter Ostermann-Arena firmierenden Sportstätte mit 30:27 (16:15) in der 2. Bundesliga gegen den TuS Fürstenfeldbruck durch. Vom Papier her ein Pflichtsieg, doch weil die Dormagener im Hinspiel gegen den Tabellenletzten eine schmerzliche Niederlage kassiert hatten und personell arg dezimiert in die Partie gingen, war der Respekt groß vor den Bayern. Letztlich reichte aber eine kämpferisch starke, wenn auch glanzlose Vorstellung, um der Favoritenrolle gerecht zu werden.  

Den wegen Sicherheitsproblemen mit der Beleuchtungsanlage im TSV-Bayer-Sportcenter nötig gewordenen Umzug nach Leverkusen hatte die Geschäftsstelle der Dormagener gut organisiert, auch die Übertragung des Spiels auf Sportdeutschland.TV klappte nahezu reibungslos. So ging es auch auf dem Feld für die Gastgeber los. Denn obwohl der TuS, wie erwartet, seine extrem offensive Abwehrvariante praktizierte, ging Dormagen beim 2:1 (3.) durch Aron Seesing erstmals in Front und baute diese Führung auch dank einiger starker Paraden von Sven Bartmann kontinuierlich aus. TSV-Coach Dusko Bilanovic hatte seine Mannen offenbar besser eingestellt als im Hinspiel, denn dieses Mal waren sie beweglicher und nutzten immer wieder die Räume in der vorgezogenen Defensive. Als Patrick Hüter in der 23. Minute auf 15:10 erhöhte, sprach alles für eine klare Halbzeitführung. Doch als die Gäste sich in der Defensive zurückzogen, kam plötzlich ein Bruch ins Spiel des TSV. Auch begünstigt von zwei Fehlwürfen von Dormagens Halblinkem Ante Grbavac verkürzte Fürstenfeldbruck auf 15:16. Sehr zum Ärger von Patrick Hüter, der seinen Unmut kurz nach dem Pausenpfiff lautstark kundtat.    

  • André Meuser steht Dormagen nicht zur
    2. Handball-Bundesliga : Dormagen mit Respekt vor dem Favoritenschreck
  • Der Ur-Dormagener Norbert Nowak überwindet im
    Dormagener Handballgeschichte : Rückkehr an geschichtsträchtigen Ort
  • Weil das TSV-Sportcenter zurzeit gesperrt ist,
    Sportcenter in Dormagen gesperrt : TSV Bayer greift CDU-Politiker an

Nach dem Seitenwechsel dann ein ähnlicher Verlauf. Dormagen dominierte die Partie, erarbeitete sich dank eines weiterhin guten Sven Bartmann (insgesamt elf Paraden) vor einer konzentrierten Abwehr und einer konsequenten Offensive in der Spitze eine Fünf-Tore-Führung (41., 23:18 durch Ante Grbavac), ließ dann aber wieder die Zügel schleifen. So sehr, dass Yannick Engelmann die Gäste in der 54. Minute sogar wieder bis auf 26:27 heranbringen konnte. Nur gut, dass in dieser wichtigen Phase Ian Hüter die Nerven behielt und auf 28:26 erhöhen konnte und kurz zuvor Dusko Bilanovic mit der erstmaligen Einwechslung von Moritz Görgen das richtige Näschen bewiesen hatte. Denn Linkshänder Görgen war es, der zunächst selbst auf 29:26 (58.) erhöhte und kurz darauf den vorentscheidenden Siebenmeter herausholte. Den verwandelte Benjamin Richter sicher zum 30:26, wodurch er mit insgesamt sechs Treffen (davon fünf Siebenmeter) zum besten TSV-Torschützen avancierte, obwohl er angeschlagen in die Partie gegangen war. Je fünfmal trafen Patrick und Ian Hüter. Dass die Gäste wenig später durch ihren Spielmacher Falk Kolodziej noch einmal trafen, war nur noch Ergebniskosmetik.