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"Classic Days" in Jüchen: Rennsportlegende Surtees kommt zu Schloss Dyck

"Classic Days" in Jüchen : Rennsportlegende Surtees kommt zu Schloss Dyck

Er schrieb Rennsport-Geschichte, wurde sieben Mal Motorradweltmeister und einmal Weltmeister in der Formel1. Im August kommt John Surtees als Stargast zur achten Auflage der "Classic Days" (2. bis 4. August) auf Schloss Dyck. Das gaben die Verantwortlichen des Oldtimertreffens am Freitag bekannt.

Nach Formel1-Legende Sir Stirling Moss im vergangenen Jahr lockten die Verantwortlichen erneut eine schillernde Figur des Rennsports nach Jüchen. Surtees wird Autogramme geben und eventuell auch seinen Rennanzug und Helm mitbringen, um sein Können noch einmal unter Beweis zu stellen.

Surtees hat Rennsport-Geschichte geschrieben: Er ist bisher der einzige Fahrer, der sowohl mit dem Motorrad (sieben Mal) als auch mit dem Formel1-Auto (ein Mal) Weltmeister wurde. In den Jahren 1958, 1959 und 1960 gewann der heute 79-Jährge in der 350cm³.-Klasse. In den Jahren 1956, 1958, 1959 und 1960 holte der Brite in der Klasse bis 500cm³ den WM-Titel. Seine Erfolge fuhr er jeweils auf einer MV Agusta ein. Ende 1960 beendete Surtees mit 26 Jahren seine Motorrad-WM-Karriere. Bilanz: 48 Grand Prix-Rennen, 38 Siege, 45 Podestplätze und sieben WM-Titel.

Weltmeister in der Formel1

Im gleichen Jahr (1960) feierte John Surtees beim Großen Preis von Monaco sein Formel 1-Debüt. Er startete auf der Marke Lotus. In den Rennen der nächsten Zeit startete Surtees auf Cooper-Maserati, Lola-Climax und schließlich Ferrari.1963 wechselte Surtees zu Ferrari und gewann dann im Jahr 1964 die Fahrerweltmeisterschaft und den Konstrukteurs-Titel für das italienische Team aus Maranello und Modena.

In den Jahren danach startete Surtees wieder für Cooper- Maserati, aber auch für das Formel-1-Team von Honda, bevor er Anfang der 1970er Jahre sein eigenes Team, "Surtees Racing Organisation", gründete. Insgesamt gewann Surtees in seiner Karriere sechs Grand-Prix in der Formel 1: Deutschland 1963 und 1964, Italien 1964 und 1967, Belgien 1966 und Mexiko 1966.

Später startete der Brite noch erfolgreich auch in der Can-Am-Serie auf einem Lola T70 und bei Sportwagenrennen. So gewann er dann auch das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring in den Jahren 1963 und 1965. Seit 1996 ist John Surtees auch in die International Motorsports Hall of Fame aufgenommen.

Die Begeisterung für den Rennsport hat der Brite in die Wiege gelegt bekommen: Sein Vater war Motorradhändler im Süden von London. Erste Rennen fuhr Surtees mit 14 Jahren als Beiwagen-Teampart zusammen mit seinem Vater mit einem Vincent-Gespann. Die beiden gewannen zwar die Rennsaison, als man aber das Alter des jungen Beifahrers herausfand, wurde das Vater-Sohn-Team nachträglich nicht gewertet.

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