Rennradsport: Am 10. August findet "Das Dormagener Radrennen" statt.

Radsport : Der Radsport kehrt nach Dormagen zurück

Mit dem Rennen am 10. August soll an den im Dezember 2017 verstorbenen Olympiasieger Fredy Schmidtke erinnert werden.

In den vergangenen Jahrzehnten durchlebte der deutsche Radsport stürmische Zeiten, unter Skandalen im Profigeschäft litt auch der Amateurbereich. Langsam erholt sich die Sportart wieder. Ein neues Radrennen in Dormagen trägt zur Genesung bei, es findet am 10. August statt.

Nach den Enthüllungen im Profibereich zogen sich Sponsoren und Rundfunkanstalten aus dem Radsport zurück, was nicht spurlos an vielen regionalen Radsportvereinen vorbeiging. Den Vereinen fehlte der Nachwuchs, bei Amateurrennen schrumpften die Fahrerfelder, manche Veranstaltungen wurden komplett eingestellt. Martin Ritterbach vom rsc Nievenheim stellt sich nun diesem Trend entgegen. Er plant ein neues Rennen im Rhein-Kreis Neuss. „Das Dormagener Radrennen“ soll die Stadt wieder auf die Landkarte des Radsports setzen.“ Bis 1986 gab es ein Rennen in Dormagen, das die SG Bayer-Worringen organisierte, jetzt bringt Ritterbach das Renngeschehen zurück in die Stadt. „Ich will dem Radsport etwas zurückgeben“, sagt Ritterbach, der selbst Amateurrennen fährt. Bei seiner Planung steht ihm der Dormagener Gino Baudrie zur Seite, der seit Jahren in die Organisation von Radrennen involviert ist. Über die Streckenplanung sagt Ritterbach: „Wir haben uns bewusst gegen ein Industriegebiet als Austragungsort entschieden.“

Start- und Zielgerade des Rundstreckenrennens ist die Römerstraße, von der die Fahrer mehrmals auf einen knapp 1,2 Kilometer langen Rundkurs aufbrechen werden. Zu gewinnen ist der Fredy-Schmidtke-Gedächtnispokal, der dem Bahn-Olympiasieger von Los Angeles 1984 gewidmet ist. Im Dezember 2017 verstarb der Dormagener im Alter von 56 Jahren.

Ritterbach öffnet die Veranstaltung nicht nur für den Rennrad-Nachwuchs und die Amateurklassen, auch ein Fettereifen- und Laufrad-Rennen ist geplant. Für das Event konnten die Veranstalter ebenfalls die Fixie-Szene, also Sportler, deren Räder nur einen starren Gang haben, gewinnen. Die Zuschauer erwartet mehr als nur das Renngeschehen. Der Helmut-Schmidt-Platz soll zu einer Eventfläche werden, auf der ein Rahmenprogramm mit vielen Ausstellern geplant ist.

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