Korschenbroich : Rekord bei Mösli-Turnier

Das Hans-Mösli-Turnier des Reitercorps Kleinenbroich findet seit 1979 jedes Jahr statt – jetzt erstmals auf Büttgener Gebiet. Am Sonntag starteten doppelt so viele Reiter wie noch 2010; auch mehr Zuschauer waren dabei.

Das Hans-Mösli-Turnier des Reitercorps Kleinenbroich findet seit 1979 jedes Jahr statt — jetzt erstmals auf Büttgener Gebiet. Am Sonntag starteten doppelt so viele Reiter wie noch 2010; auch mehr Zuschauer waren dabei.

Das Hans-Mösli-Turnier ist eine Traditionsveranstaltung. In diesem Jahr wurde jedoch erstmals mit einer Tradition gebrochen: Das Turnier fand nicht am Rande des Kleinenbroicher Gewerbegebietes statt, sondern auf der Reitanlage Klitzen auf den Weilerhöfen, die auf Büttgener Gebiet liegen. Der neue Standort wurde gut angenommen: Mit rund 180 Startern wurden mehr als doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr registriert.

Der Dauerregen in der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte den Organisatoren Sorgen gemacht. Gestern wurde der Platz von Heinz-Josef und Hans-Peter Klitzen rechtzeitig präpariert. Gegen Mittag ließ sich dann die Sonne blicken — nur der Weg zum Getränkepavillon ließ alle mit leichtem Schuhwerk erschaudern: Die matschige Masse ließ sich am besten mit Gummistiefeln bewältigen.

Punktrichter Wolfgang Laubach war froh, dass ihm Heinz-Josef Klitzen seine Stiefel zur Verfügung stellte. Laubach hatte keine Bedenken, den mit Rheinbraun-Sand und einem speziellen Vlies ausgestatteten Reitplatz freizugeben.

Bastian Peiffer, Presssprecher des Reitercorps Kleinenbroich, sieht in dem Turnier eine Marktlücke: "Die Möglichkeit, Parcoursatmosphäre zu schnuppern, erste Erfahrungen zu sammeln, wird heute nicht mehr so oft geboten." Und Vater Bertel Peiffer erinnerte daran, dass erfolgreiche Reiter wie die Brüder Jan und Tim Hoster aus Liedberg oder Stefanie Wolf aus Mönchengladbach einst bei einem Hans-Mösli-Turnier auf den Geschmack gekommen waren.

Los war es bereits um 9 Uhr gegangen. Beim "Einfachen Reiter-Wettbewerb" wurde nur die Leistung des Reiters, nicht aber die des Pferdes beurteilt. Am späteren Vormittag folgte der Dressurwettbewerb Klasse E. Hier musste auch das Pferd eine gute Figur abgeben. Mittags folgten die Kleinsten: Beim Führzügelwettbewerb ging jeweils ein Erwachsener mit. Richtig spannend und ziemlich spektakulär ging es am Nachmittag bei den Springreiterwettbewerben weiter.

Nicht nur die Zahl der Teilnehmer, rund 90 Prozent von ihnen waren Mädchen und junge Frauen, war deutlich höher als im Vorjahr: Es kamen auch mehr Besucher. Die Mitglieder des Reitercorps hatten alle Hände voll zu tun, um alle zu bewirten. Besonders zufrieden war der erste Vorsitzende Theo Oerdinger mit dem neuen Turnierplatz: Der Abreiteplatz durfte mit benutzt werden, und bei Dauerregen hätte das Turnier in der Halle stattfinden können.

Die Geschwister Klitzen sind gern bereit, 2012 wieder die Gastgeber zu sein — das freut die Männer vom Reitercorps. Dass ein Kleinenbroicher Verein ein traditionelles Turnier auf Kaarster Gebiet austragen lässt, stört sie wenig. Immerhin gehörte der Reitstall Klitzen früher zu Kleinenbroich.

(NGZ)