Lokalsport: Reitturnier der Extraklasse

Lokalsport: Reitturnier der Extraklasse

Zum siebten Mal locken die Gut Neuhaus Indoors Tausende Pferdesportbegeisterte nach Grevenbroich. Das größte Hallenturnier im Rhein-Kreis Neuss bietet Springsport der Spitzenklasse – trotz komprimierten Programms.

Neukirchen Ohne sie wäre die Reitsportszene im Rheinland um ein Glanzlicht ärmer: Die Gut Neuhaus Indoors gehören zu den favorisierten Turnieren der Region – seitens der Reiter und der Zuschauer. Mehrere Tausend Pferdefans pilgerten jeweils bei den vergangenen sechs Auflagen des Hallenturniers auf das Gestüt der Familie Tillmann in Grevenbroich-Neukirchen. Bei der siebten Auflage am kommenden Wochenende (12. bis 14. April) soll das trotz eines komprimierten Programms nicht anders werden.

Nur drei statt wie bisher vier Turniertage stehen auf dem Plan der Chef-Organisatoren Friedhelm Tillmann und Axel Blomquist vom ausrichtenden Reitclub Gut Neuhaus. "Die Anzahl der schweren Springen der Klasse S ist aber gleich geblieben", betont Tillmann. Das "Abspecken" sei rein zeitlicher Natur und aus Gründen der Praktikabilität geschehen. Die sieben ausgeschriebenen S-Springen, darunter als sportlicher Höhepunkt der wieder mit 5000 Euro dotierte Große Preis am Sonntag (16.30 Uhr), versprechen weiterhin Springsport der Spitzenklasse.

Viele bekannte Gesichter

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Und so haben sich wie in den Jahren zuvor bereits namhafte Parcourscracks aus dem ganzen Bundesgebiet angekündigt: Oliver Lemmer, Samantha McIntosh (beide Lohmar), Helena und Tim Stormanns, um nur einige zu nennen.

Im Reiterlager scheinen vor allem die jungen, aufstrebenden Talente ein Faible für die Gut Neuhaus Indoors zu haben. Mit Christoph Brüse (Wachtberg) und Frederik Knorren (Würselen) sind gleich zwei junge Reiter dabei, die schon in ihrer Junioren- und Junge-Reiter-Zeit dem Bundeskader angehörten. Jetzt versuchen sie im Lager der Großen Anschluss zu finden – und machen dazu Station auf Gut Neuhaus. Zwar fehlen auf den Starterlisten wie schon 2009 die ganz großen Namen – wie der des Mannschaftsolympiasiegers Otto Becker, der 2007 bei den Indoors ritt –, doch die Veranstalter hoffen dennoch auf großen Andrang. Im vergangenen Jahr hatten sie den, auch ganz ohne Stars und Sternchen. "Einfach guter Sport ist eben auch ein Argument", findet Hofherr Friedhelm Tillmann. Dessen ganze Familie wird im Sattel sitzen: Söhne, Tochter, Ehefrau, Bruder, Nichte und Neffe. Angesichts dessen lässt es sich auch der Hofherr nicht nehmen und steigt noch einmal selbst in den Sattel – und zwar zum Höhepunkt am Samstagabend (ab 20 Uhr). Dann steht das äußerst beliebte Mächtigkeitsspringen auf dem Plan. Das ist spektakulär anzusehen und auch für Laien transparent – und daher seit der ersten Auflage der Indoors 2004 ein absoluter Publikumsrenner.

(NGZ)
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