Reitturnier auf dem Dückershof in Holzbüttgen

Pferdesport : Nach langer Pause wieder Turnier auf dem Dückershof

Erstmals seit 2011 ist der RV Jan von Werth Holzbüttgen von Freitag bis Sonntag Gastgeber eines Springturniers.

Aus Kindern werden Leute. Die von Norbert Dückers sind zwar erst fünf und sechs Jahre alt, erfordern aber nicht mehr ganz so viel elterliche Aufmerksamkeit wie kurz nach der Geburt. Deshalb hat der Hausherr auf dem Dückershof jetzt auch wieder Zeit, sich dem Turniersport zu widmen. Und deshalb steigt auf der zwischen Büttgen und Holzbüttgen gelegenen Reitanlage von Freitag bis Sonntag erstmals seit 2011 wieder ein Turnier.

Norbert Dückers sieht sich da in einer gewissen Verpflichtung. „Das Interesse am Turniersport ist rückläufig, es gibt weniger Veranstaltungen als früher. Deshalb müssen wir etwas tun, um den Nachwuchs zu fördern.“ Der steht denn auch im Mittelpunkt der offiziell als „Reitertage des RV Jan von Werth Holzbüttgen“ im Pferdesportkalender eingetragenen Veranstaltung. Trotz der langen Pause, in der die Familie und der laufende Betrieb auf weitläufigen Anlage Vorrang hatten, haben die Reiter den Dückershof nicht vergessen: „Das Meldeergebnis ist gut,“ sagt Norbert Dückers mit Blick auf die 21 Prüfungen, die von Freitag 11.30 Uhr bis Sonntagabend auf der Turnierkarte stehen.

Für den sportlichen Höhepunkt, die Springprüfung Klasse S* mit Siegerrunde am Sonntag ab 16.30 Uhr „mussten wir nach einer Stunde schon das Nennungsportal schließen“, sagt Dückers, denn mehr als 60 Starter hätte die Prüfung nicht verkraftet. Dass darunter bekannte Namen aus der niederrheinischen Springsportszene wie Miguel Bellen Rodriguez, Marc Boes, Carmen und Nina Hintzen, Dennis Tolles oder Matthias Gering sind, freut Norbert Dückers: „Die brauchst du, um auf deine Veranstaltung aufmerksam zu machen.“

Doch besonders am Herzen liegen ihm die Nachwuchswettbewerbe, die vor allem an den ersten beiden Turniertagen auf dem Zeitplan stehen. Auch am Sonntag, bevor es in der Klasse S* zur Sache geht, kommen die Jüngsten im Reiterwettbewerb „Schritt-Trab-Galopp“ und im Führzügel-Wettbewerb auf ihre Kosten. Damit das alles reibungslos vonstatten geht, sind jede Menge ehrenamtliche Helfer des Reitervereins an den drei Tagen im Einsatz. „Ohne sie kann man überhaupt kein Turnier ausrichten,“ sagt Norbert Dückers.

Der auch außerhalb der Turniertage alle Hände voll zu tun hat auf der 1977 gegründeten Reitanlage. Gut 100 Pferde stehen in den Stallungen, Einstallern und Reitschülern stehen zwei Reithallen, eine Longierhalle, ein Spring- und ein Dressurplatz zur Verfügung. „Wir haben den Betrieb immer weiter ausgebaut,“ sagt der Hausherr, der neben dem pferdewirtschaftlichen auch noch einen landwirtschaftlichen Betrieb unterhält.

Und während er sich als Landwirt über den Landregen am Dienstag freute, schlägt als Turnierveranstalter ein zweites Herz in der Brust von Norbert Dückers: „Nach all’ den Vorbereitungen hoffen wir jetzt, dass auch das Wetter mitspielt.“ Die Prognosen fürs Wochenende sind so schlecht nicht – doch dass sich das schnell ändern kann, weiß ein erfahrener Land- und Pferdewirt nur allzu gut.

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