Reiterin Romy Allard glänzt bei zweiter EM-Sichtung

Reitsport: Romy Allard glänzt bei EM-Sichtung

Die 16 Jahre alte Nachwuchsdressurreiterin aus Dormagen gewinnt U18-Nationenpreis mit deutscher Equipe in Hagen.

Die Nachwuchsdressurreiterin Romy Allard aus Dormagen hat mit der deutschen Mannschaft den U18-Nationenpreis im Rahmen des internationalen Turniers „Future Champions“ in Hagen am Teutoburger Wald gewonnen. Auch in der Einzelwertung sowie im Kür-Finale der Altersklasse Junioren bis 18 Jahre war sie mit ihrer Stute Summer Rose erfolgreich.

Ein Nationenpreis im Reiten ist vergleichbar mit einem Länderspiel im Fußball. Die drei Reiter einer Mannschaft absolvieren jeweils eine internationale Dressurprüfung der mittelschweren Klasse. Die zwei besten Einzelergebnisse werden addiert und ergeben das jeweilige Gesamtergebnis einer Nation. „Ich bin überglücklich, dass ich in der Mannschaft und für Deutschland reiten durfte. Natürlich übt das auch einen gewissen Druck aus. Deshalb bin ich umso zufriedener, dass es so gut gelaufen ist“, sagte Romy Allard. Mit 72.929 Prozent trug sie exakt das gleiche Ergebnis zur Goldmedaille bei wie ihre Teamkollegin Linda Erbe (Krefeld) mit DSP Fierro. Die dritte deutsche Reiterin, Valentina Pistner (Bad Homburg), erzielt mit Flamboyant OLD 73.889 Prozent.

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Mit einem Gesamtergebnis von 146.818 Prozent siegt das deutsche Team souverän vor Russland (143.586 Prozent) und Dänemark (140.101 Prozent). Ihr persönliches Highlight sei allerdings ihre zweite Prüfung, die Einzelwertung, gewesen, fügt die 16-Jährige hinzu. „Als ich bei der zweiten Prüfung vom Abreiteplatz zum Prüfungsviereck geritten bin, habe ich die positive Spannung bei Sissy und mir gespürt. Das war ein ganz besonderer Moment, als ich eingeritten bin und alle zu mir geschaut haben. Dann konnten wir zeigen, wofür wir trainiert haben.“ Die Richter belohnten den Ritt mit 73.529 Prozent und Rang zwei hinter der Russin Anna Guseynova (74.510 Prozent). Unterstützt wurde die Nachwuchsreiterin aus Dormagen von ihren Eltern und ihrer Trainerin Anna-Christina Abbelen, die bei allen Prüfungen an ihrer Seite waren. „Zum Kür-Finale am Samstagabend waren auch meine Schwester und mein Freund da“, sagte Allard. Seine Kür beendete das Paar mit 73.917 Prozent auf Rang vier. Die mit Abstand größte Unterstützung bekommt die 16-Jährige allerdings von ihrer Rappstute Summer Rose, die sie liebevoll Sissy nennt. „Sissy ist auf Turnieren immer sehr entspannt und ich kann mich in jeder Situation auf sie hundertprozentig verlassen. Wenn uns Fehler im Viereck unterlaufen, dann sind das meine Fehler, weil ich beispielsweise nicht zu hundert Prozent konzentriert war“, schwärmt sie von ihrem Pferd.