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Regionalliga-Aufstiegsrunde mit Korschenbroich und Neuss weiter das Ziel

Handball in Korschenbroich und Neuss : Regionalliga-Aufstiegsrunde weiter das Ziel

Dass die eigentliche Saison in der Handball-Regionalliga wegen der Pandemie nicht zu Ende gespielt werden kann, ist klar. Es wird nach Alternativen gesucht. Skepsis in Korschenbroich und Neuss.

Mitte Februar hatten sich der Handball Nordrhein e.V. als Ausrichter der Regionalliga und die teilnehmenden Vereine – darunter auch der TV Korschenbroich und der Neusser HV – grundsätzlich darauf verständigt, dass die Saison wegen der anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in ihrer ursprünglichen Form beendet ist, es aber möglichst eine Aufstiegsrunde geben soll. Bei dem Ziel, wenigstens zu klären, wer nächste Saison in der 3. Liga mitspielen darf, bleibt es auch nach einem weiteren virtuellen Treffen der Verantwortlichen Ende vergangener Woche.

Dabei ging es darum, die geplante Aufstiegsrunde vor dem Hintergrund der neuesten politischen Beschlüsse einem Realitätscheck zu unterziehen. „In der Sitzung wurde deutlich, dass der Handball Nordrhein e.V. weiterhin bestrebt ist, einen Aufsteiger in die 3. Liga auszuspielen. Die Verbände folgen damit auch der Bitte des DHB, für die kommende Drittligasaison einen Aufsteiger zu bestimmen“, teilte der TV Korschenbroich mit, dessen Marketingleiter Jan Wolf zu den drei Ligavertretern der teilnehmenden Vereine gehört. Da der Deutsche Handball Bund am ursprünglich geplanten Meldetermin für die 3. Liga am 15. Mai festhalte und der sportliche Aufsteiger bis zum 15. Juni feststehen müsse, seien den Möglichkeiten für eine solche Aufstiegsrunde wegen der aktuellen Pandemielage enge Grenzen gesetzt.

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Alle Vereine werden in den kommenden Tagen ein Schreiben erhalten, in dem verbindlich abgefragt wird, wer zu einer Teilnahme bereit ist. Auf Basis der Rückmeldungen wird Handball Nordrhein den Modus zur Bestimmung eines sportlichen Aufsteigers festlegen. „Ich denke, es ist grundsätzlich ein positives Zeichen, dass Handball Nordrhein weiterhin eine sportliche Lösung anstrebt. Wir müssen jetzt das Schreiben abwarten, um die genauen Rahmenbedingungen bewerten zu können. Wir werden uns jedenfalls kurzfristig mit der Thematik auseinandersetzen und eine Entscheidung treffen“ sagt Jan Wolf.

Klaus Weyerbrock, Sportlicher Leiter des TVK, ergänzt: „Unsere Mannschaft hat allergrößte Lust, nach fünf langen Monaten endlich wieder in der Halle trainieren und Spiele bestreiten zu können. Auch unser Publikum fehlt uns allen sehr. Wir müssen aber für uns überlegen, ob ein Einstieg in eine Aufstiegsrunde noch sinnvoll ist.“ Das werde in engem Austausch mit Spielern und Mannschaftsrat erfolgen. „In jedem Fall müssten wir ausreichende Trainingsmöglichkeiten haben, da ansonsten die Verletzungsgefahr viel zu groß ist. Die Gesundheit unserer Spieler hat in jedem Fall Vorrang“, betont Weyerbrock.

Beim Neusser HV steht Josip Juric einer möglichen Aufstiegsrunde auch skeptisch gegenüber, weil er daran zweifelt, dass die Pandemie im Amateurbereich einen verantwortbaren Spielbetrieb zulässt. Dennoch schließt er nicht aus, dass der als Abstiegskandidat in die Saison gestartete NHV dabei ist. „Aber nicht mit dem Ziel aufzusteigen, sondern nur damit die Jungs die Perspektive haben, möglichst bald wieder Handball spielen zu können“, sagt Juric. Letztlich wird er die Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme von der Rückmeldung der Spieler abhängig machen.