Korschenbroich : Regen verzögert Kanalbau

Drei bis vier Tage liegen die Kanalbauarbeiten in Korschenbroichs Ortskern noch vor dem Zeitplan. Doch Bauleiter Dieter Schmitz beunruhigt das schlechte Wetter: Der Regen verhindert, dass die Kanäle verlegt werden können.

Nicht nur die daheimgebliebenen Urlauber sehnen sich nach trockenem Sommerwetter. Der ständige Regen beunruhigt ebenfalls jene, die für die umfangreichen Kanalbauarbeiten im Korschenbroicher Ortskern zuständig sind. "Das schlechte Wetter bedeutet, dass wir Tage in unserer Planung zurückfallen", berichtet Bauleiter Dieter Schmitz vom Straßenbauunternehmen Willy Dohmen. "Wir brauchen trockenes Wetter, um kontrolliert die Kanäle verlegen zu können."

Ein Zeitpolster erarbeitet

Der Regen schwemme die Baugruben und verzögere so die Sanierungsmaßnahmen. "Viele Leute fragen sich: ,Wieso arbeiten die eigentlich nicht?' Dabei will jeder Bauunternehmer arbeiten. Eine ruhende Baustelle kostet sehr viel Geld", erklärt Schmitz auf Anfrage.

Mit knapp vierwöchiger Verspätung starteten Ende Juni an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße die umfangreichen Kanalarbeiten in Korschenbroichs Innenstadt. Grund für die Verzögerung waren insbesondere Lieferengpässe bei Schacht- und Rohrteilen, die laut Stadt das beauftragte Bauunternehmen zu verantworten hatte. Bis November sollen die Arbeiten an den teils maroden und defekten Kanälen voraussichtlich dauern.

Teilweise stammen diese noch aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Aufgrund der ungünstigen Lage der Kanäle sei es, so die Stadt, nicht möglich, während der Bauarbeiten zumindest eine Straßenseite frei zu halten. Von der Kreuzung Hindenburgstraße/Friedrich-Ebert-Straße bewegen sich die Bautrupps in Richtung Ortskern bis hin zur Straße An der alten Post. Bis zur ersten Septemberhälfte sollen auf einer Strecke von 280 Metern die Kanäle auf der Hindenburgstraße saniert sein. Im Anschluss folgt die Freiheitsstraße.

Dort werden Kanäle über eine Distanz von 105 Metern ersetzt. Erneuert werden während der kommenden Monate — koordiniert von der NEW — ebenfalls die Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom. Ursprünglich sollten sich zwei Kolonnen gleichzeitig den Erdbauarbeiten widmen. Eine dritte Kolonne sollte erst anschließend die Versorgungsleitungen verlegen. Nun werden die Arbeiten parallel durchgeführt.

Noch sind die Verantwortlichen zuversichtlich, pünktlich in diesem November fertig zu werden. "Bis jetzt gibt es keine Indikatoren, die mich an das Gegenteil glauben lassen", betont Georg Onkelbach, Leiter des Technischen Dezernats. "Wir liegen voll im Zeitplan, haben uns sogar ein gewisses Zeitpolster erarbeitet." Drei bis vier Tage Bauzeit habe man bisher eingespart, beziffert Bauleiter Schmitz das Polster. Er hofft jetzt auf einen beständigen Sommer.

(NGZ)