Radsport: Der VfR Büttgen startet mit zwei Teams in die Rad-Bundesliga.

Radsport : VfR Büttgen startet in die Rad-Bundesliga

In einem Gemeinschaftsprojekt treten die VfR-Junioren künftig mit den Nachwuchsfahrern des RSC Rheinbach an. Das Team Sportforum fährt ab dem 7. April weiterhin in der  Herren-Bundesliga gegen die überregionale Konkurrenz.

Drei Fahrer des VfR  Büttgen werden in der laufenden Rennradsaison für das U19-Bundesliga-Team „Team Dr. Joseph Billigmann p/b Christian Knees“, antreten.

Das Projekt des VfR mit dem RSC Rheinbach bietet den Nachwuchsathleten eine Möglichkeit, sich bei hochklassigen Wettkämpfen zu zeigen. Eurosport-Kommentator Karsten Migels führte die rund 70 Gäste durch die Teampräsentation in Rheinbach. Unter ihnen befanden sich prominente Figuren der Radsport-Welt wie Toni Kirsch, Mitglied des UCI-Management-Komitees, oder Günter Schabel, BDR-Vizepräsident für Leistungssport. Auch Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz war anwesend. Der Teamname setzt sich aus zwei radsportverbundenen Persönlichkeiten zusammen: 1993 verstarb Rad-Amateur Dr. Joseph Billigmann, der so im Mannschaftsnamen gewürdigt wird. Der ehemalige Vorsitzende der Rasselstein AG wäre im vergangenen Jahr 100 Jahre alt geworden.

An zweiter Stelle folgt Christian Knees, der seit 2011 beim britischen Profiteam Sky unter Vertrag steht. In den vergangenen Jahren half er seinen Sky-Kapitänen zu mehreren Gesamtsiegen bei den dreiwöchigen Landesrundfahrten. Jetzt möchte der Routinier den Nachwuchs fördern: „Ich habe direkt meine Unterstützung zugesagt, als mich Josef Göttlicher, der Vorsitzende des RSC Rheinbach, meines Heimatvereins, auf das Projekt angesprochen hat. Es ist wichtig, dass Vereine Nachwuchssportlern die Möglichkeit bieten, sich mit den Besten der Besten in Deutschland zu messen.“ Das Projekt Rheinbachs mit dem VfR knüpft an die Zusammenarbeit der Vereine an, die bereits bis 2011 stattgefunden hat, bis 2016 führte der VfR das Engagement alleine fort. „Wir haben uns im letzten Jahr zusammengesetzt und angefangen, die Kooperation wieder aufzunehmen“, sagt Lars Witte, Vorsitzender des VfR Büttgen. Neun Fahrer der Junioren-Nachwuchsklasse U19 befinden sich im Kader des Gemeinschaftsprojekts, unter ihnen die Büttgener Philipp-Alexander  Dreis, Carlo Verwiebe und Yannik Schmidt. In Peter Billigmann und Jan-Philipp Vickus stellt der RSC Rheinbach zwei Sportler. Bei den übrigen vier Fahrern handelt es sich um Jan-Marc Temmen (SG Radschläger Düsseldorf), Campo Schmitz (RC Bocholt), Moussa-Erich Geringswald (RSV Sturmvogel Wattenscheid-Leithe) und Oskar Moryson (RCW Koblenz-Arzheim).

Für die Talente geht es in den kommenden Monaten zu Bundesligarennen, die in ganz Deutschland ausgetragen werden. „Das Inland-Highlight ist das Rennen in Frankfurt-Eschborn“, sagt Witte mit Blick auf den Rennkalender. Seine Büttgener Vereinskollegen werden sich auch bei weiteren Rennen im Ausland beweisen können. Die Junioren starten am  kommenden Wochenden mit dem Traditionsrennen „Rund um den Jägersburger Wald“ in Einhausen.

Für die Männer-Bundesligamannschaft Büttgens geht es am 7. April in Düren los. Das „Team Sportforum Düsseldorf/Kaarst-Büttgen“ tritt in der neun Rennen umfassenden Rennserie gegen 24 andere Teams an. Die Konkurrenz ist 2019 sogar international besetzt, Aufgebote aus Luxemburg, den Niederlanden und Litauen sind gemeldet. Die Mannschaften „Team Lotto-Kern Haus“ und „Heizomat rad.net“ gehen als Gesamtsieg-Favoriten in die neue Saison. Witte formuliert bescheidenere Ziele für die Fahrer aus Büttgen „In der Teamwertung wollen wir  in die Top Zehn, bei einzelnen Rennen hoffen wir auf vordere Platzierungen.“ Dabei setzt er insbesondere auf die erfahrenen Sportler Luke Derksen und Nico Heling.

Krankheitsbedingt wird Heling frühstens ab Mai wieder in das Renngeschehen einsteigen, was rechtzeitig für das Doppelwochende am 11. und 12. Mai wäre, das in Langenweisbach und Chemnitz ausgetragen wird. Witte erwartet eine hochkarätige Gegnerschaft in der kommenden Saison: „Die Rad-Bundesliga ist dieses Jahr stark besetzt, knapp 300 Fahrer sind gemeldet. Wir wollen bestmöglich mitfahren.“