Titelkämpfe in Stuttgart : Radprofi aus Neuss bei DM gut im Form

Dominik Bauer vom Team Dauner-Akkon konnte in Stuttgart im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen überzeugen. Der harte Straßenkurs wurde den anderen heimischen Startern zum Verhängnis.

Was für ein grandioses Wochenende für Dominik Bauer. Der junge Radprofi aus Neuss konnte bei den Deutschen Meisterschaften der Elitefahrer in Stuttgart gegen starke Konkurrenz beachtliche Platzierungen herausfahren. Im Einzelzeitfahren landete er letztlich auf Rang zwölf, im Straßenrennen langte es zu Platz 15.

Los ging’s am Samstag mit dem Einzelzeitfahren. Dort musste er auf einem Rundkurs mit welligem Profil 31 Kilometer zurücklegen, wobei 350 Höhenmeter zu überwinden waren. „Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv vorbereitet“, sagte der 23-jährige Bauer, der beim Team Dauner-Akkon unter Vertrag steht. Mit dem zwölften Platz ist er angesichts der hochkarätigen Konkurrenz sehr zufrieden. Sieger des Einzelzeitfahrens war kein Geringerer als Tony Martin aus dem Team Jumbo-Visma mit einer Zeit von 36:25 Minuten.

Ähnlich erfolgreich war Bauer am nächsten Tag beim Straßenrennen. Auf einem Rundkurs von je sieben Kilometern pro Runde mussten die Fahrer insgesamt 185 Kilometer und dabei 100 Höhenmeter zurücklegen. Wie hart das Rennen war, zeigt der Umstand, dass von den 199 Startern letztlich nur 48 auf der Ergebnisliste standen. Auch die sechs Fahrer vom Team Sportforum aus Büttgen, die in Stuttgart dabei waren, handelten sich im Rennverlauf so große Rückstande ein, dass sie vorzeitig aus der Wertung genommen wurden. Dominik Bauer, der in seinem Team Dauner-Akkon als Bergfahrer fungiert, kam mit dem Streckenprofil besser zurecht. Er konnte mit den Fahrern von international bekannten Teams wie BORA-hansgrohe, Movistar Team und Deceuninck-Quickstep gut mithalten. Doch gleich zu Beginn des Rennens ging es zügig los; vom Start weg waren es nur wenige Kilometer bis zum Rundkurs. „Als wir dort ankamen, mussten wir einen recht langen Anstieg hochfahren“, sagte Bauer. Bereits dort fielen die ersten Fahrer ab.

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Auch Bauers Teamkollege, der ebenfalls aus Neuss stammende Sven Thurau, musste letztlich dem harten Rennen Tribut zollen, handelte sich einen zu großen Rückstand ein und wurde aus dem Rennen genommen. Kontrolliert wurde das Geschehen hauptsächlich von den Fahrern des Teams BORA-hansgrohe, die das schnelle Tempo auch nach mehreren Runden noch nicht rausnahmen. Im Verlauf des Rennens gestalteten sich unterschiedlich große Verfolgergruppen, doch zum Ende hin befanden sich nur noch wenige Fahrer im Rennen. Auf der finalen Runde gelang es Bauer, den Spurt aus einer kleinen Verfolgergruppe zu gewinnen und schlussendlich den zwölften Platz zu belegen.

Nun hoffen Dominik Bauer, Sven Thurau und das gesamte Team Dauner-Akkon, an der Deutschland-Tour teilnehmen zu dürfen. Die soll am letzten Wochenende im August stattfinden.