PSB unterstützen Sportler auf dem Weg zu Olympia

Olympische Spiele : Unterstützung für die olympischen Hoffnungen

In 477 Tagen beginnen die 32. Olympischen Sommerspiele in Tokio. In einer Serie begleiten wir die Olympia-Hoffnungen aus dem Rhein-Kreis auf ihrem Weg bis zur Eröffnungsfeier am 24,. Juli 2020. Den Auftakt machen Säbelfechter Benedikt Wagner und Leichtathlet Ituah Enahoro.

Der Weg nach Tokio ist weit. Genau 9319 Kilometer liegen zwischen dem Rhein-Kreis und der japanischen Metropole, in der am 24. Juli 2020 die XXXII. Olympischen Sommerspiele beginnen. Das dürfte selbst mit zwei flammneuen Kleinwagen kaum zu schaffen sein. Trotzdem freuten sich Benedikt Wagner und Ituah Enahoro, als sie genau diese gestern beim Autohaus Louis Dresen in Empfang nehmen konnten. „So ein Auto hilft schon, den Zeitaufwand rund ums Training zu reduzieren,“ sagt Benedikt Wagner.

Der Europameister im Säbelfechten von 2016 muss es wissen. Schließlich hat er in den vergangenen Monaten versucht, Studium, berufsbegleitendes Praktikum und tägliches Training auf der Planche unter einen Hut zu bekommen. Dass der Stress für seinen Körper vielleicht zu viel war und er deshalb ein paar Monate wegen diverser Verletzungen pausieren musste, sagt der 28-Jährige nicht. Doch dass Regeneration für einen Spitzensportler ebenso wichtig ist wie Training, ist eine sportwissenschaftliche Binsenweisheit.

Deshalb konzentriert sich „Peter“, wie ihn nicht nur bei seinem Stammverein TSV Bayer Dormagen alle in der Fechtszene rufen, ab jetzt nur noch auf die Arbeit auf der Planche. In seinem Studium fehlt „nur“ noch die Abschlussarbeit, danach wird er sich wohl wieder bei der Bundeswehr verpflichten, um sich in Ruhe auf Tokio vorbereiten zu können. „Es läuft schon besser, wenn man sich nur auf seinen Sport konzentrieren kann,“ sagt Wagner. Das beste Beispiel hat er im eigenen Team, denn seit sich Max Hartung (wieder) nur aufs Fechten konzentriert, eilt der Europameister von 2017 und ’18 von Erfolg zu Erfolg. Vor Wochenfrist gelang ihm in Budapest der zweite Sieg bei einem Weltcup-Turnier in seiner Karriere.

Für die Fechter wird’s langsam ernst, denn seit dieser Woche zählen alle Ergebnisse für die Olympiaqualifikation. „Wenn man die richtige Unterstützung hat, fällt es leichter, sich darauf zu konzentrieren,“ sagt benedikt Wagner. Hier kommen die Partner für Sport und Bildung (PSB) ins Spiel. Denn der Zusammenschluss von 35 dem Sport verbundenen Unternehmen aus der Region hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Olympiahoffnungen aus dem Rhein-Kreis auf ihrem Weg nach Tokio unterstützend zu begleiten. Die beiden Autos für Benedikt Wagner und Ituah Enahoro sind nur ein Baustein dazu.

Ein nicht ganz unwichtiger, meint Ingo Frieske. „Mobilität ist bei Spitzensportlern aufgrund des hohen Zeitaufwands für Training und Wettkampf ein wichtiges Thema,“ sagt der PSB-Geschäftsführer, „neben einer aufwändigen zeitlichen Planung ihres Tagesablaufs stellen auch die Kosten für Anschaffung und Unterhalt eines Fahrzeugs eine große Belastung dar.“ Wagner und Enahoro müssen sich in dieser Hinsicht anderthalb Jahre keine Sorgen machen. „Bis zu den Olympischen Spielen 2020“, sagt Verkaufsleiter Rolf Thelen, stellt das Autohaus Louis Dresen dem Duo zwei Fahrzeuge aus seinem reichhaltigen Sortiment – ein Opel, ein Ford – zur Verfügung. Ohne protzigen Werbeaufdruck auf der Karosserie übrigens. „Weil wir sportbegeistert sind,“ sagt Thelen, „weil wir uns freuen, mit der Überlassung der PKW’s unseren Beitrag im Rahmen der PSB-Förderung für den regionalen Spitzensport leisten zu können,“ ergänzt sein Kollege Ali Salmi. Die beiden haben ihre eigene Sportlichkeit auch schon unter Beweis gestellt, als sie mit dem Dresen-Firmenteam beim Korschenbroicher City-Lauf im Volkslauf über fünf Kilometer an den Start gegangen sind.

So weit muss Ituah Enahoro nicht laufen. Der 21-Jährige, der ebenso wie Wagner für den TSV Bayer Dormagen startet, konzentriert sich künftig ganz auf den Weitsprung, wo er mit seiner Bestmarke von 8,01 Meter zur in Deutschland raren Spezies der „Acht-Meter-Springer“ gehört. Seine Ambitionen im Zehnkampf, in dem er im vergangenen Jahr in Ratingen die „magische“ 8000er-Grenze knackte, hat er deshalb zurückgeschraubt. „Im Weitsprung habe ich bessere Chancen, mich zu qualifizieren,“ sagt der Physiotherapeut, der seine Ausbildung bei der medicoreha-Akademie abgeschlossen hat. „Die beiden Fahrzeuge sind erst der Anfang,“ verspricht Ingo Frieske weitere Aktivitäten der PSB in Sachen Tokio. Schließlich ist der Weg dorthin weit.

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