"Jugend en de Bütt" stellte einen eigenen "Zoch": Premiere: Otzenrather Narren-Zug

"Jugend en de Bütt" stellte einen eigenen "Zoch" : Premiere: Otzenrather Narren-Zug

Bei herrlichem Sonnenschein und kalten Temperaturen ertönte am Samstag, genau um 15:33 Uhr der Startschuss zum ersten Karnevalsumzug durch die Straßen von Otzenrath. Schon lange hatten sich die rund 130 Narren, die mit den buntesten Kostümen an dem Umzug teilnahmen, am Treffpunkt warmgesungen, um so der Kälte zu trotzen. Dann ging es durch die Straßen und Gassen der Ortschaft, in der am Straßenrand zahlreiche Zuschauer auf originelle Ideen, Kamelle und Strüsjes warteten. Jetzt auch in Otzenrath in Bewegung: das Narrenvolk. NGZ-Fotos: M. Reuter

Bei herrlichem Sonnenschein und kalten Temperaturen ertönte am Samstag, genau um 15:33 Uhr der Startschuss zum ersten Karnevalsumzug durch die Straßen von Otzenrath. Schon lange hatten sich die rund 130 Narren, die mit den buntesten Kostümen an dem Umzug teilnahmen, am Treffpunkt warmgesungen, um so der Kälte zu trotzen. Dann ging es durch die Straßen und Gassen der Ortschaft, in der am Straßenrand zahlreiche Zuschauer auf originelle Ideen, Kamelle und Strüsjes warteten. Jetzt auch in Otzenrath in Bewegung: das Narrenvolk. NGZ-Fotos: M. Reuter

Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Die tanzenden Jecken warfen spendabel mit ihren Kamellen um sich, und jede durstige Kehle wurde aufs Beste versorgt. Dass es zu dem Umzug eigentlich erste kommen konnten ist der Karnevalsgruppe "Jugend en de Bütt" zu verdanken. "Während des Veilchendienstagsumzugs in Mönchengladbach ist uns im vergangenen Jahr die Idee gekommen, doch auch einen Karnevalsumzug in unserer Ortschaft organisieren zu können", erzählt Anne Schneider, Vorsitzende der Gruppe.

Schnell ließen die Mitglieder ihrem Einfall Taten folgen und schrieben alle Vereine aus Otzenrath und dem benachbarten Spenrath an. "Die Resonanz war, wie der heutige Tag zeigt riesig, besonders, da sich auch noch viele Bewohner der beiden Dörfer, die nicht als Gruppe, sondern einzeln am Zug teilnehmen wollten, für unser Vorhaben interessierten." Zu den größeren Gruppen gesellten sich somit ein Vielzahl von froh gestimmten Narren, die das Zugbild mitgestalteten.

So war Hermann Josef Weidemann, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, als Maler mit im bunten Trubel und kommentierte seine Teilnahme mit den Worten: "Ich finde es gut, dass unsere Jugend solch ein Ereignis auf die Beine gestellt hat und dadurch einen Beitrag zum geselligen Dorfleben leistet." Von den größeren Gruppen fiel besonderes der Wagen der Organisatoren in den Blick. "Der Schilderwald" lautet da ihr Motto. Gekonnt und witzig nahmen sie den Schilderwahn der deutschen Verkehrslandschaft auf die Schippe. Verkleidet waren sie dabei als Straßenarbeiter, Notrufsäulen und Parkscheiben.

Die Gerechtigkeit vertrat hingegen der amtierende Klompenkönig, Jürgen Schmitz. Er und seine Vereinsmitglieder mischten sich als Robin Hoods in die Menge. Dabei hatte der "Spielverein Senioren" aus der Not eine Tugend gemacht, "da das Robin-Hood-Kostüm das einzig noch vorhandene des Kostümverleihs war", so ein Mitglied des Königszugs. Diabolisch zeigte sich hingegen der Frauenklub 81. Als Teufel verkleidet zogen sie durch die Straßen und versuchten die Zuschauer durch ihre Kamelle zu einem Teufelspakt zu überreden.

Im Anschluss an den Zug ging es in das Festzelt zur Karnevalsfete, wo bis spät in die Nacht noch gefeiert wurde. Zahlreiche Showtänze, vorgetragen von der Kinder- und Jugendabteilung der "Jugend en de Bütt", warteten dort auf die Besucher. Für genügend Stimmung sorgte zudem DJ Lars Ommeln und die Mönchengladbacher Karnevalsband "Straßenräuber". HDH

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