Jüchen : Preis für Musical aus Jüchen

Sechs Gymnasiasten aus Jüchen haben ein Öko-Musical produziert und damit beim Wettbewerb der "Deutschen Bundesstiftung Umwelt" teilgenommen. Damit sicherten sie sich den ersten Platz. Weitere Projekte sind geplant.

Irgendwo in der Zukunft: Im Jahre 2067 ist die Erde nicht mehr grün, sondern ein karger, feindlicher Planet voller Industrieanlagen. Alle Menschen scheinen sich damit abgefunden zu haben, nur der junge Carl nimmt den Kampf gegen Umweltzerstörung auf. Seine Mission: "Fresh Air".

Jüchen, im April 2011: Alles im grünen Bereich für Sara Gröning und ihre Freunde. Die 15- und 16-jährigen Jüchener können sich über tausend Euro Preisgeld freuen. Die "Deutsche Bundesstiftung Umwelt" (DBU) hat ihr Musicalprojekt "Mission: Fresh Air" mit dem ersten Preis ausgezeichnet. In der Kategorie "Kreative Kommunikation" ließen die Gymnasiasten 51 Mitbewerber hinter sich. "Das hätten wir nie erwartet", sagt Sara Gröning, in deren Stimme noch deutlich die Überraschung mitschwingt. Denn professionelle Schauspieler oder Regisseure ist niemand aus der Gruppe – doch mit ihrem Musical, das im Internet auf "YouTube" zu sehen ist, haben sie ihre Fähigkeiten bewiesen.

Preis wird noch verliehen

Was Freunde erreichen können: Auch davon erzählt "Mission: Fresh Air". Carl (Lukas Hansen) nimmt mit seiner Freundin Hanna den Kampf gegen die Umweltzerstörung auf – seine mächtigste Gegenspielerin ist die ehrgeizige Industriemagnatin Veronika (Sara Gröning). Und auch innerhalb der Umweltaktivisten gibt es bald Streit: Wollen sie Gewalt einsetzen, um ihr Ziel – eine natürliche Umwelt – zu erreichen? Ein Happy End mit blühenden Wiesen, Blumen und Bienen gibt es nicht: "Wir haben das Ende bewusst offen gehalten", erzählt Sara Gröning.

Was Freunde wirklich erreichen können, das zeigt der Erfolg von "Mission: Fresh Air". Die sechs Jugendlichen, die am Gymnasium Theater spielen und miteinander befreundet sind, haben fünf Monate Arbeit und Enthusiasmus in ihr Musical gesteckt. Eine wichtige Rolle übernahm Georg Schiffer, der Großvater von Niklas ernst: Seine Erinnerungen an eine grüne Welt sind es, die die Jugendlichen überhaupt erst aktiv werden lassen. Geschrieben haben die Jugendlichen die Geschichte gemeinsam, als Kamerafrau wurde Nina Kaschel verpflichtet: Sie fing die Proben mit der Kamera ein. Dass sie bundesweit erfolgreich sein würden, hat sie völlig überrascht. Ohne unseren Lateinlehrer Josef Rühl hätten wir überhaupt nicht von dem Wettbewerb erfahren", erzählen sie.

Bei diesem einen Projekt soll es nicht bleiben. Angespornt von ihrem ersten Erfolg, planen Nina Kaschel, Jan Zintl, Niklas Ernst, Lukas Hansen, Markus Meyer-Gehlen und Sara Gröning noch weitere Produktionen. Ein konkretes Projekt gebe es zwar noch nicht. Einen Namen haben sich die jungen Kreativen aber s gegeben. "Wir wollen uns wie das Musical nennen: "Mission: Fresh Air", sagt Sara Gröning.

(NGZ)