Preis der Perlenkette auf der Neusser Galopprennbahn

Galopp : Ein Trio hat noch Chancen auf die Perlenkette

Mit dem dritten und letzten Lauf um den „Preis der Perlenkette“ endet am Sonntag die Wintersaison auf der Neusser Galopprennbahn.

Drei Damen haben am Sonntag (sieben Rennen, erster Start um 10.50 Uhr) die besten Chancen auf den Gewinn der Perlenkette. Im dritten und letzten Lauf mit dem langen Namen „Endlauf zur Albers & Sieberts Buchmacher GmbH-Perlenkette 2019 – Harald von Gustedt-Rennen“ (12.50 Uhr) sind zwölf Pferde und Reiterinnen gemeldet, doch realistisch betrachtet können nur noch drei rennreitende Damen den Wettbewerb um die seit 1961 ausgelobte Perlenkette gewinnen.

Auf Platz eins mit zwölf Punkten liegt die jetzt in Baden-Baden/Iffezheim tätige Schweizerin Sibylle Vogt. Sie reitet den achtjährigen Wallach Preaux, mit dem sie im ersten Lauf Vierte wurde. Um das Geschmeide umgehängt zu bekommen, müsste der aus dem Saarland anreisende Preaux am Sonntag vor Lunar Prospect ins Ziel kommen. Dieser Routinier hat mit Rebecca Danz den ersten Lauf und damit zehn Punkte für die Dame gewonnen und sollte Favorit an den Wettschaltern werden. Lunar Prospect ist vor zwei Wochen in Neuss außerhalb der Perlenketten-Wertung angetreten und wurde mit Rebecca Danz guter Dritter. Das Team tritt am Sonntag auf der 1900 Meter-Distanz an, über diese Strecke wurde im ersten Lauf gewonnen.

 Olga Laznovska hat die Perlenkette 2012 gewonnen. Sie sitzt am Sonntag im Sattel des siebenjährigen Wallachs Edelstein, den sie selbst auf dem Gelände des Schloßes Arff in Köln-Worringen trainiert. Edelstein ist ein ausgewiesener Spezialist für den Neusser Kurs. Die Bulgarin Liubov Grigorieva auf Platz vier hat ebenso keinen Ritt wie Maike Riehl und Silke Brüggemann. Janine Beckmann hat den Wettbewerb im Vorjahr gewonnen. Mit nur einem Punkt und dem schon elfjährigen Außenseiter Pancho Villas im Endlauf wird es nicht zu einer erfolgreichen Titelverteidigung reichen. Wobei eine Titelverteidigung schon lange her ist: von 1996 bis 1998 schaffte das die jetzt in Iffezheim als Trainerin tätige Carmen Bocskai.

Ein Farbtupfer besonderer Art ist der Start des ebenfalls elfjährigen Wallach Bacchus Danon mit Eva-Maria Geisler im Sattel. Vor drei Jahren gewann sie das Schmuckstück und ihr Siegerpferd war jener Bacchus Danon, den sie am Sonntag reitet. In der Siegerliste steht noch der Name Eva-Maria Zwingelstein. Mittlerweile hat sie den Trainer Gerald Geisler geheiratet und ist am 31.Oktober 2017 zum zweiten Mal Mutter geworden – die  Tochter trägt den Namen Maylin-Elen. Eigentlich wollte sie ihre Karriere im Rennsattel auch beenden, doch der Reiz der Rennen war stärker als die Angst um die Gesundheit. Ihr Pferd hat am 1.Mai 2018 zum letzten Mal gewonnen. Er lief zuletzt vor einer Woche in Dortmund, völlig chancenlos ist er nicht. Es muss im Rennen alles passen für den Routinier – dann kann er noch eine Menge Spurtkraft auspacken.

Ein außergewöhnliches Rennen wird um 13.20 Uhr gestartet. Das Neusser Rennen für Hindernispferde über die ungewöhnliche Strecke von 3200 Metern soll den wenigen noch im Training befindlichen Hindernispferden ein Aufgalopp für die Hindernis-Saison sein – aber auf der Flachbahn.

Zum 61.Mal wird in diesem Jahr die Wahl zum Galopper des Jahres vorgenommen. Zur Wahl stehen die drei Pferde Iquitos, Weltstar und Well Timed. Die Besucher des Neusser Renntages können vor Ort wählen. Hauptpreis ist der virtuelle Mitbesitz am Spitzenhengst Django Freeman. Der Gewinner erhält ein Prozent der Rennpreise bei drei Starts, unter anderem im 150. Deutschen Derby in Hamburg. Der beliebte Streetfood-Markt ist auch am Sonntag wieder präsent. Dort befindet sich auch der Wett-Info-Stand des Rennvereins.