Korschenbroich : Popmusik aus Pesch

Nina Klopschinski schreibt an neuen Liedern. Im Herbst will die gebürtige Pescherin eine neue CD mit deutscher Popmusik veröffentlichen. Sie hat dieses Jahr viel vor. Vielleicht spielt sie auch wieder ein Konzert in Korschenbroich.

Nina Klopschinski (40) hat viel vor in diesem Jahr. Erst tritt sie wie seit vielen Jahren im Kölner Karneval auf, dann warten Aufträge als Komponistin und Musikerin auf die gebürtige Pescherin. Im Herbst dann will sie unter eigenem Namen eine weitere CD mit deutschsprachiger Popmusik veröffentlichen.

Ob sie auch wieder in ihrer Heimatstadt Korschenbroich auftreten wird, wie im vergangenen Herbst, weiß sie noch nicht. "Geplant ist noch nichts", sagt Nina Klopschinski. Sie sei allerdings regelmäßig vor Ort, um ihre Eltern zu besuchen oder sich Handballspiele des TV Korschenbroich anzuschauen. ""Ich fände aber auch ein weiteres Konzert schön", sagt sie. "Das ist auch immer wie ein Familientreffen. Es ist großartig, dass dann immer auch Onkel und Tanten kommen."

Die Pescherin, die früher für den TVK erfolgreich Handball, spielte, hat eine bunte Bühnenkarriere gemacht. Von 1997 bis 2005 gab sie in vier Solokabarettprogrammen als Coco Camelle die Nachtigall, Närrin oder Badenixe auf Kleinkunstbühnen quer durch Deutschland, immer wieder trat sie auch im Kölner Karneval auf. Auch in diesem Jahr steht sie dort wieder mit alten Weggefährten auf der Bühne. "Das ist immer ein Gefühl wie Weihnachten, wenn man sich wiedertrifft."

Inzwischen hat sie sich vom Künstlernamen verabschiedet und singt unter eigenem Namen Popsongs – allein oder sei 2009 mit ihrer Band. Im vergangenen Jahr trat sie erstmals in der alten Heimat auf, im Herbst gab sie ein Konzert im Liederberger Sandbauernhof, vor ausverkauftem Haus präsentierte sie ihr Programm "Jetzt und Hier".

Inzwischen wohnt Nina Klopschinski in einem Dorf in der Nähe von Viersen. Beruflich ist sie viel unterwegs, wenn sie nicht auf Tour ist, zieht sie das Leben im Grünen vor. Dort, im Haus mit Garten und Musikstudio, findet sie die Ruhe, um neue Songs zu verfassen. "Wenn ich Texte schreibe, setze ich mich hin und lasse mir freien Lauf", sagt sie.

Sie schreibe Lieder mit "persönlicher Note", und Nina Klopschinski glaubt, dass das Publikum das spürt. "Es gibt viele techisch gute Sängerinnen, die einen nicht berühren", sagt sie. "Wichtiger ist, dass das Gefühl stimmt."

Und so steht vor allem ein Thema im Mittelpunkt der Songs: "Liebe mit allem, was dazugehört", sagt Klopschinski. Manche Lieder drehten sich auch um alltägliche Beobachtungen, in denen sich die Zuhörer wiedererkennen, um Nachbarschaft oder um Hundebesitzer. Sie hat schon begonnen, mit ihrer Band im Studio aufzunehmen, die Songs sollen live eingespielt werden. "Man soll die Dynamik eines Konzerts spüren", sagt sie.

Wie sich die Songs bei einem wirklichen Konzert anhören, will sie danach auf Tour zeigen – vielleicht auf wieder in Korschenbroich.

(NGZ)