Jüchen : Polizei sucht Tankstellenräuber

Zwei Tankstellen an der Neusser Straße wurden in der Weihnachtsvorwoche von maskierten Bewaffneten überfallen. Noch hat die Polizei keine Spur, die zu den Tätern führt. Eine Foto-Fahndung soll neue Hinweise bringen.

Die maskierten Räuber schlichen sich im Dunkeln an, zückten Messer und Pistole und entkamen mit Geld aus der Kasse: In der Weihnachtsvorwoche wurden zwei Tankstellen an der Neusser Straße in Jüchen überfallen. Am 19. Dezember zunächst die Shell-Tankstelle, am folgenden Mittwoch die nur hundert Meter entfernte Hawa-Tankstelle im Gewerbegebiet.

Jetzt fahndet die Polizei mit Bildern vom zweiten Überfall nach den beiden Masken-Männern. "Auch auf die Fahndung nach dem ersten Überfall gab es bisher noch keine Hinweise", so ein Sprecher der Kreispolizei Neuss.

Jetzt werden Zusammenhänge zu einer Tankstellen-Raubserie im nahe gelegenen Mönchengladbach untersucht: In den vergangenen fünf Wochen hatten bewaffnete Räuber sechs Mal Tankstellen im Stadtgebiet überfallen. "Wir ermitteln auch in diese Richtung und arbeiten eng mit den Kollegen in Mönchengladbach zusammen", bestätigt ein Polizei-Sprecher.

Jetzt hoffen die Ermittler auf eine heiße Spur: Sie veröffentlichen Fotos aus dem Überfall auf die Hawa-Tankstelle. Die beiden Räuber sollen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. Beide waren bei dem Überfall vollständig dunkel gekleidet, sie hatten sich mit dunklen Sturmhauben und Kapuzen unkenntlich gemacht. Einer bedrohte die Angestellte mit einem Messer, der zweite richtete eine Pistole auf sie und verlangte Geld: Der "Messerträger" ist zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß, und kräftig.

Der Pistolenträger wird als zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß, schlank und sportlich beschrieben. Er trug eine dunkelblaue oder schwarze Jogginghose mit einem breiten, weißen Seitenstreifen und eine dunkle Jacke mit einem helleren Schriftzug am Rücken.

Die Polizei in Mönchengladbach hat bereits einige Tankstellenbetreiber aufgesucht und ihnen Hinweise zum richtigen Verhalten bei einem Überfall gegeben.

Auch ein Sprecher der Kreispolizei Neuss rät bei einem Raub zur Vorsicht: "Bisher ist zum Glück noch niemand bei den Raubüberfällen verletzt worden, die Angestellten wurden nur bedroht. Trotzdem sollte niemand den Helden spielen: Lieber das Geld herausgeben, als sich auf eine gefährliche Auseinandersetzung einlassen."

(NGZ/rl)