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Korschenbroich: Polizei kontrolliert Radfahrer

Korschenbroich : Polizei kontrolliert Radfahrer

Nachdem am Mittwoch die Autofahrer kontrolliert wurden, nahm sich die Polizei gestern die Fahrradfahrer und die Fußgänger vor. Acht Stunden lang waren vier Beamte im Einsatz und verhängten insgesamt 16 Bußgelder.

Beim dritten Blitzmarathon kontrollierte die Polizei am Mittwoch die Autofahrer, die sich falsch verhielten. Doch auch die anderen Verkehrsteilnehmer können Fehler machen und damit sich und andere gefährden. Daher setzte die Polizei gestern ihre Kontrollen fort. Ihr Ziel waren dabei Fußgänger und Fahrradfahrer, die gegen die Straßenverkehrsordnung verstießen.

Im Einsatz waren dabei vier Beamte. Von 7 bis 15 Uhr sprachen sie mehrere mündliche Verwarnungen aus und verhängten insgesamt 16 Bußgelder gegen Fahrradfahrer. Der häufigste Verstoß war dabei unerlaubtes Fahren auf dem Gehweg.

Ein Schwerpunkt der Kontrollen war der Bahnhof. In der dortigen Unterführung müssen Fahrradfahrer absteigen und ihr Zweirad schieben. "Viele halten sich nicht daran. Damit sind sie eine Gefahr für Fußgänger, die vom Bahnsteig kommen", sagt Raynald Hommers. Der Polizeihauptkommissar musste gleich mehrere Radfahrer anhalten. "Das kostet zehn Euro", lautete die Ansprache. Die Erwischten sahen ihr Fehlverhalten überwiegend ein. Lediglich eine Dame, die ihr Rad zwar schob, aber mit der Kontrollaktion nicht einverstanden war, reagierte verärgert. "Das ist unverschämt. Selbst wenn man mal jemanden anfährt — wofür gibt es Versicherungen", schimpfte sie.

Das häufigste Fehlverhalten war das Fahrradfahren auf dem Gehweg. "Da werden fünf Euro fällig", erklärte Raynald Hommers. Nur Kinder bis zwölf Jahre dürfen den Gehweg als Radweg benutzen. Ein weiterer Verstoß war gestern das Tragen von Kopfhörern beim Fahrradfahren.

"So nimmt man den Verkehr nicht mehr wahr", sagt Hommers. Daher kostet dieser Verstoß zehn Euro. Eine Entwicklung bereitet der Polizei Sorgen. "Immer mehr Jugendliche haben ein Handy am Ohr, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind", sagt Raynald Hommers. Damit stellen sie eine doppelte Gefahr dar. Zum einen können sie das Gefährt nur mit einer Hand kontrollieren und zum anderen werden sie abgelenkt. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit sollten Fahrradfahrer zudem darauf achten, dass sie das Licht eingeschaltet haben. Wer in der Dunkelheit ohne Licht unterwegs ist, das von einem Dynamo betrieben wird, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Anders als erwartet stieß die Polizei bei ihren Kontrollen gestern auf kein Fehlverhalten von Fußgängern. Niemand ging bei Rot über eine Ampel und niemand lief achtlos über die Straße. Die Kontrollen von Fußgängern und Fahrradfahrern sollen regelmäßig wiederholt werden.

(NGZ/rl)