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Ortsumgehung Jüchens: Politik will Grubenrandstraße

Ortsumgehung Jüchens : Politik will Grubenrandstraße

RWE Power sollte nach dem Willen der Gemeinde für eine Ortsumgehung Jüchens aufkommen.

Jüchen (S.M.) Auch wenn der Landesbetrieb Straßen NRW den Jüchener Vorstellungen bei der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans nur wenig abzugewinnen vermag, wollen sich die Kommunalpolitiker unabhängig ihrer Fraktionszugehörigkeit hiermit nicht abfinden. Dies gilt zumal angesichts der Tatsache, dass unter Sachverständigen die Auffassung des Landesbetriebs umstritten ist, wonach die in Jüchen allseits favorisierte Anbindung der Grubenrandstraße rechtlich und technisch schwierig zu realisieren sei.

Das von der Verwaltung nach dem Willen des Verkehrsausschusses mit einer nochmaligen Überprüfung betraute Ingenieurbüro IVV jedenfalls kommt zu einem gegenteiligen Schluss und hält eine Anbindung sehr wohl für machbar. Würde eine südwestliche Ortsumgehung umgesetzt, ohne die Grubenrandstraße an die Autobahn 540 anzubinden, würden täglich 1000 bis 2000 Autos und Motorräder mehr die Ortsdurchfahrt passieren als mit einer solchen Anbindung. Die konkrete Entlastungswirkung dieser Variante gegenüber einem kompletten Verzicht auf eine Umgehung betrüge in einem solchen Fall nur 1500 bis 2000 Fahrzeuge am Tag. Die Forderung nach einer Ortsumgehung erhebt die Gemeinde auch in ihrer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren für die Wiederherstellung der Autobahn 44 zwischen Jackerath und dem Autobahnkreuz Holz. Dabei soll das Autobahnkreuz Jackerath neu entstehen und die A 46 zwischen Wanlo und Holz sechsstreifig ausgebaut werden. Wörtlich heißt es in dem gegenüber der Bezirksregierung Köln abgegebenen Statement: "Die Gemeinde fordert die Umsetzung einer Ortsumgehung zulasten des Planfeststellungsverursachers" — gemeint ist RWE Power. Auf Anregung der FDP sollte es auch eine Querung der alten Autobahn 44 geben.

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Nach den Worten von FDP-Chef Herbert Altenberg würde bei einer Umsetzung der vorgesehenen Planung nämlich die Grubenrandstraße zwischen der Jülicher Straße und der Peter-Busch-Straße zerstört und nicht wieder hergestellt. Ein weiterer Kritikpunkt Altenbergs: "Südlich des Autobahnkreuzes Holz ist keine Querung der A 44n vorgesehen, somit besteht zwischen Holz und Jackerath für den landwirtschaftlichen Verkehr und für Radfahrer und Fußgänger keine Möglichkeit, in den südlichen Bereich zu gelangen." Angesichts der Belastungen durch den Bergbau erwartet die Gemeinde, "dass sämtliche Einwendungen und Forderungen im weiteren Verfahren Berücksichtigung finden".

(RP)