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Platz drei bei DM für Tanja Spill vom TSV Bayer Dormagen

Dormagenerin bei Leichtathletik-DM : Der dritte Platz nach mutigem 800-Meter-Rennen

Bei der Leichtathletik-DM in Braunschweig war die Dormagenerin Tanja Spill mit ihrem Auftritt aber nicht ganz zufrieden. Punkte für eine mögliche Olympia-Qualifikation gab’s dennoch.

Es war zwar nicht der erhoffte ganz große Paukenschlag, doch immerhin unterstrich Tanja Spill vom TSV Bayer Dormagen bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig erneut, dass sie sich in der Spitze der deutschen 800-Meter-Läuferinnen etabliert hat. Nach Platz zwei im vergangenen Jahr und dem überraschenden DM-Hallentitel im Winter lief sie am Sonntag in einem mutig geführten Rennen zur Bronzemedaille.

Mit ihrer Zeit von 2:03,38 Minuten war sie zwar ganz weit weg von der Olympianorm (1:59,50), dennoch ist Spill Tokio wieder ein Stückchen nähergekommen. Denn qualifizieren kann sie sich auch über die Weltrangliste und für die brachten Platzierung und Zeit von Braunschweig wieder einige Punkte. Dass die Dormagenerin dennoch haderte, zeigt ihr gewachsenes Selbstbewusstsein. Schließlich hat sie sich nach einer schweren Fußverletzung samt OP kontinuierlich zurückgekämpft. „Ich bin mittelmäßig zufrieden. Ich wäre gerne schneller gewesen und weiter vorne gelandet“, meinte die 25-Jährige. Am Samstag hatte sie sich im zweiten Halbfinale in 2:04,26 Minuten zunächst souverän für den Endlauf qualifiziert. Am Sonntag setzte sie sich dann nicht ganz freiwillig auf den ersten 300 Metern an die Spitze des Feldes, denn die favorisierte Titelverteidigerin Christina Hering (LG Stadtwerke München) und die restliche Konkurrenz ließen es zunächst gemütlich angehen. Die Durchgangszeit bei 400 Metern betrug 1:02,46 Minuten.  

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Als dann Christina Hering auf der zweiten Runde das Tempo anzog und die Führung übernahm, blieb Tanja Spill in Lauerstellung, um dann in der finalen Kurve ihren gefürchteten Endspurt anzuziehen. Doch als es gerade so aussah, als könne sie Hering überholen, konterte die Münchenerin und lief souverän zu ihrem sechsten DM-Titel. Spill dagegen verkrampfte, so dass auch noch Katharina Trost (2:02,92, LG Stadtwerke München) an ihr vorbeiziehen konnte. „50 Meter vor Schluss sind Tanjas Beine fest geworden, warum auch immer. Aber Platz drei ist okay. Sie hat sich gezeigt und muss sich nichts vorwerfen“, meinte ihr Trainer Willi Jungbluth. Schon am Mittwoch startet Spill bei einem Meeting in Marseille, am Sonntag geht sie dann in Nizza gegen internationale Konkurrenz an den Start.