Jüchen: Planungspolitiker wollen die L 354n

Jüchen : Planungspolitiker wollen die L 354n

Auch wenn Landes-Verkehrsminister Voigtsberger die L 31n von der Prioritätenliste gestrichen hat – die Jüchener Politiker wollen sich jetzt für den Start eines anderen Straßenbau-Projekts einsetzen.

Auch wenn Landes-Verkehrsminister Voigtsberger die L 31n von der Prioritätenliste gestrichen hat — die Jüchener Politiker wollen sich jetzt für den Start eines anderen Straßenbau-Projekts einsetzen.

Durch die südliche Umgehung, die L 354n, sollen weniger Verkehr und weniger Lärm auf Jüchens Straßen herrschen. "Durch diese Straße wäre es möglich, die Wanloer Straße mit bis zu 70 Prozent, die Hochstraße mit bis zu 40 Prozent und Hackhausen mit bis zu 60 Prozent vom Verkehr zu entlasten", sagte Bürgermeister Harald Zillikens in der gestrigen Sitzung des Planungsausschusses.

Ein Vorhaben, das Vertreter aller Fraktionen mit Ausnahme der FWG uneingeschränkt begrüßten: Michael Paschke betonte für die CDU, dass es wichtig sei, eine "Gesamtlösung für die Verkehrsproblematik zu finden", denn: "Viele Bürger leiden unter zu viel Lärm und unter zu viel Verkehr."

Auch Holger Tesmann zeigte sich für die Sozialdemokraten zufrieden: "Diese Straße ist eine gute Lösungsmöglichkeit." Herbert Altenberg betonte für die FDP die Chance, dass RWE die ursprüngliche Straße, die dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallen sein, deutlich früher als geplant ersetzen wird: Zunächst sollte die Straße erst im Jahr 2035 realisiert werden.

Das Straßenbau-Vorhaben hatte die FWG um Gerolf Hommel bereits aktiv werden lassen. Sie interpretierte die in den Unterlagen eingezeichnete Straße bereits als künftige Trassenführung, kritisierte die Nähe zu Hochneukirch und zu Wohngebieten — und verteilte Flugblätter. Harald Krings (FWG) betonte gestern: "Die Straße sollte nicht wie skizziert durch das freie Feld verlaufen."

Der FWG-Interpretation widersprach Bürgermeister Harald Zillikens: "Wir sind in einem derart früheren Planungsstadium, dass ein Linienfindungsverfahren noch bevorsteht." Das weitere Vorgehen: Der Jüchener Gemeinderat muss seine Zustimmung zum Straßenprojekt erklären, danach wird die weitere Straßenplanung über "Straßen NRW" ablaufen.

(NGZ)
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