1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Pfarrer Zimmermann leitet jetzt die GdG

Korschenbroich : Pfarrer Zimmermann leitet jetzt die GdG

Seit gestern ist Marc Zimmermann leitender Pfarrer der GdG Korschenbroich. Zur Amtseinführung kamen hunderte Gläubige.

Stolz trat Regionaldekan Ulrich Clancett gestern Mittag in der Kirche St. Andreas ans Mikrofon. "Es ist uns – na ja, eigentlich dem lieben Gott – ein Meisterstück gelungen, das Seltenheitswert hat", sagte der Geistliche. Was er damit meinte: Erst am vergangenen Sonntag wurde Pfarrer Frank Josef van de Rieth aus seinem Amt als leitender Pfarrer der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Korschenbroich verabschiedet, und schon eine Woche später konnte Clancett gestern vor hunderten Gläubigen dessen Nachfolger präsentieren. Um kurz nach 15 Uhr verlas der Regionaldekan die Urkunde, mit der Bischof Heinrich Mussinghoff den 41 Jahre alten Marc Zimmermann zum neuen Pfarrer der GdG Korschenbroich ernannte. Auch Vorgänger van de Rieth verfolgte die Zeremonie.

"Lieber Marc, ein ganz herzliches Willkommen", wandte sich Ulrich Clancett an Zimmermann. Dann richtete er sich an die Mitglieder der fünf Korschenbroicher Kirchengemeinden: "Behandelt ihn gut, er ist zurzeit euer bestes Stück." Der Neue sei noch "zart und jung", "ihr dürft an ihm rumpolieren, aber ihm nichts abbrechen". Und: "Er kann viel Leben mit euch teilen." Dann bat der Regionaldekan Marc Zimmermann, seine erste Messe mit den Korschenbroichern zu feiern.

"Herzlichen Dank für das freundliche Willkommen", sagte der 41-Jährige, als er am Altar stand. Seine Stimme war laut und klar, kein Zittern verriet, ob er nervös war. In den vergangenen Wochen hatte er sich als Aushilfspfarrer in Giesenkirchen auf seine neue Aufgabe vorbereitet.

Es folgten Gebete und Fürbitten, dann hielt Marc Zimmermann seine erste Predigt – und eröffnete sie mit einem Zitat der Band Die Toten Hosen: "An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit". Der Pfarrer blickte in die Menge, kein Sitzplatz war mehr frei, in den Seitengängen und hinter den letzten Bänken standen Gläubige dicht gedrängt. "Ja, an Tagen wie diesen wünsche ich mir Unendlichkeit", wiederholte er. "Eine übervolle Kirche, das ist ein festliches Bild. So müsste Kirche doch immer sein", ergänzte Zimmermann und schob hinterher: "Wir arbeiten daran."

Er sprach unter anderem über den neuen Papst und darüber, dass Kirche noch längst nicht zum Alteisen gehöre, sondern noch viel Liebe, Hoffnung und Freude zu geben habe. Sein Tatendrang war ihm anzumerken, als er auch noch das "Licht des Aufbruchs" beschwor. Zimmermann verlor aber nicht aus dem Blick, dass es neben solchen Festtagen mit übervollen Kirchen auch den Alltag gibt, an dem nicht immer alles so rosig aussieht. Doch jetzt gelte es erst mal, diesen Festtag zu feiern, ergänzte er.

In seinen neuen Alltag wird er nun Schritt für Schritt eintauchen: Die Ostertage gestaltet Zimmermann noch gemeinsam mit Vorgänger Frank Josef van de Rieth, der ab Juli seine Stelle als Seelsorger in Krefeld antritt.

(NGZ)