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Jüchen: Pfadfinder feiern ihren 80. Geburtstag

Jüchen : Pfadfinder feiern ihren 80. Geburtstag

Die Natur kennenlernen, Lagerfeuer machen und Feriencamps – das sind die häufigsten Assoziationen wenn das Wort "Pfadfinder" fällt. Doch dahinter steckt noch eine Menge mehr. Und wenn ein Pfadfinder-Stamm dann auch noch seit mittlerweile 80 Jahren besteht, macht das die Mitglieder besonders stolz.

"Zunächst einmal sind wir froh, dass wir das überhaupt geschafft haben", sagte Vorstandsmitglied und Jungpfadfinderleiter Uwe Heyll bei der Jubiläumsfeier am Wochenende. Denn zu Zeiten der Umsiedlung von Otzenrath, die erst 2007 abgeschlossen wurde, hatten es die dortigen Pfadfinder nicht leicht. "Viele sind weggezogen, da war es schwer für uns, die Mitglieder zu halten", erinnerte sich Heyll. Lediglich 20 Pfadfinder zählte der Stamm Otzenrath unter dem Dachverband der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) damals. Heute sieht es wieder besser aus, wie Heyll erklärte: "Wir haben momentan 58 Mitglieder. Es stehen sogar Kinder auf der Warteliste, da wir nicht genug Leiter haben, um allen gerecht zu werden". Die jungen Pfadfinder teilen sich in die Wölflinge (sechs bis elf Jahre), Jungpfadfinder (elf bis 13 Jahre), Pfadfinder (14 bis 16 Jahre) und Rover (17 bis 21 Jahre) auf. "Die Ältesten werden dabei oft schon an eine spätere Leitung einer Pfadfindergruppe herangeführt", erzählt Uwe Heyll.

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Auf Spenden angewiesen

Wie viel Arbeit hinter der Pflege eines Pfadfinderstammes steckt, weiß er nach 14 Jahren im Vorstand des DPSG und als erster Vorsitzender des Trägerwerkes Pfadfinder Otzenrath besonders gut. "Wir Mitglieder arbeiten für den Stamm als wäre es eine Firma. Es gibt immer eine Menge Arbeit – angefangen von der Mitgliederpflege bis hin zu Verwaltung des Geldes". Geldprobleme sind dem DPSG Stamm Otzenrath nicht fremd. "Es gibt zwar eine Mitgliedschaftsgebühr, aber der Großteil dieses Geldes geht an das Bundesamt." Daher sind die Pfadfinder auch auf Spenden angewiesen. Die Kinder haben dafür als Pfadfinder viele Vorteile. "Sie können sich selbst verwirklichen, unterschiedliche Erfahrungen sammeln, die Natur kennenlernen und soziale Kontakte knüpfen", sagte Heyll. Das 80-jährige Bestehen feierten die Otzenrather Pfadfinder am Wochenende mit einem Wortgottesdienst, einem Empfang und anschließendem gemütlichen Beisammensein auf dem eigenen Zeltplatz.

(NGZ)