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Personalplanungen bei SC Kapellen und Holzheimer SG

Fußball-Landesliga : Heimisches Duo hält die Augen noch offen

Der SC Kapellen und die Holzheimer waren zwar bis zum 30. Juni schon fleißig, in den Kadern könnte sich bis zum Ende der Wechselperiode am 31. August aber noch etwas tun.

Aus Sicht des Rhein-Kreises Neuss war die zurückliegende Saison in der Fußball-Landesliga überwiegend erfreulich. Abgesehen vom SC Teutonia Kleinenbroich, der sich nicht ganz so überraschend in die Bezirksliga verabschieden musste, spielten der SC Kapellen als Zweiter und die Holzhemer SG als Vierter der Abschlusstabelle ganz stark auf und konnten überzeugen. Damit die neue Spielzeit mindestens genauso gut wird, waren die beiden Lokalrivalen bis zum Ende der Abmeldefrist am 30. Juni auf dem Transfermarkt fleißig, verfolgten aber unterschiedliche Ansätze. Während der SCK seinen ohnehin sehr jungen und qualitativ hochwertigen Kader hauptsächlich mit weiteren talentierten Youngstern ergänzte, hat die HSG versucht, das Niveau in seinen Reihen auch mit gestandenen Landesliga-Kickern zu erhöhen. Beiden Vereinen gemein ist, dass die Kaderplanung noch nicht endgültig abgeschlossen. Sie halten die Augen noch offen im Laufe der Wechselperiode bis zum 31. August.

„Da kann sich noch etwas tun“, meint Kapellens Geschäftsführer Ralf Stübben. Traditionell wartet der SCK mit der Vermeldung seine Transfertätigkeiten sehr lange, auch in diesem Jahr bis nach Ablauf der Abmeldefrist am 30. Juni. Bislang stehen fünf Zugänge fünf Abgängen gegenüber. Schmerzlichster Verlust ist sicher Stürmer-Routinier Alexander Hauptmann, den die Kapelleber sehr gerne weiter im Jupp-Breuer-Stadion gesehen hätten. „Wir wussten, was wir an ihm hatten und haben ihn auch noch mal zum Grübeln gebracht. Aber letztlich wollte er seine Zusage in Dormagen einhalten“, sagte Stübben. Wobei sich die Kapellener auch in Dormagen bedienten. Von dort kommt der bislang erfahrenste Zugang, der 27 Jahre alte Abwehrrecke Philip Suhr spielte schon zwei Jahre für Kapellen in der Landesliga. Das größte Versprechen für die Zukunft unter den Neuen ist wohl Jan Nowak, der gleich mehrere Offensivpositionen bekleiden kann. Der 20-Jährige spielte zuletzt für die Reserve des TSV Meerbusch in der Landesliga und war bei mehreren Vereinen heiß begehrt. Abgesehen davon, dass auch noch Spieler von extern kommen könnten, werden am 11. Juli drei Talente aus der eigenen A-Jugend mit in die Vorbereitung einsteigen und eine Bewährungschance erhalten. Die ersten vier Testspiele gegen den BV Wevelinghoven (17. Juli), Fortuna Dilkrath (20. Juli), Union Nettetal (23. Juli) und den VdS Nievenheim (27. Juli) bestreiten die Kapellener auswärts, weil zunächst ihr Kunstrasen erneuert wird. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, kommen Sparta Bilk (31. Juli) und die VSF Amern (7. August) ins Jupp-Breuer-Stadion.

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Die Amernern und der VfR Krefeld-Fischeln (beide aus Gruppe 2) sind nächste Saison ebenso neu in Gruppe 1 wie die Oberliga-Absteiger 1. FC Mönchengladbach und SC Düsseldorf-West sowie wie die Aufsteiger SC Viktoria Mennrath und FC Büderich. „Eine Gruppe mit reizvolle Gegnern aus dem Umfeld“, findet Ralf Stübben. Was angesichts dieser Konkurrenz für die Kapellener möglich ist, da will sich der SCK-Geschäftsführer bewusst nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Mit Blick auf den zweiten Platz der Vorsaison ist ihm zwar klar, dass er nicht den Klassenerhalt als Ziel ausgeben kann, doch von der Zielsetzung Aufstieg will er auch nichts wissen. „Wir wollen guten Fußball und eine gute Saison spielen und oben mitmischen. Aber einen Aufstieg kann man nicht planen. Da gibt es einfach zu viele Risikofaktoren“, betont Stübben.

 Jan Rakow (l.) kommt von SW Düsseldorf und läuft in der neuen Saison für die Holzheimer SG auf.
Jan Rakow (l.) kommt von SW Düsseldorf und läuft in der neuen Saison für die Holzheimer SG auf. Foto: RP/Ralph-Derek Schröder

Lokalrivale Holzheimer SG hat seine personellen Veränderungen früh kundgetan und fühlt sich gut aufgestellt. Insbesondere gestandene Landesliga-Akteure wie Malte Boermans und Jan Rakow sowie Christops Pappas, der mit seinen 32 Jahren auch schon etliche Oberliga-Partien auf dem Buckel hat, lassen die HSG in Kombination mit den Leistungsträgern der Vorsaison von einer erfolgreichen Spielzeit träumen. Doch Trainer Hamid Derakhshan warnt: „Für mich die Gruppe stärker geworden. In der kleinen Liga mit nur 13 Mannschaften und drei Absteigern musst du von Anfang an da sein. Sonst kann es schwer werden.“ So wird es in der am 11. Juli beginnenden Vorbereitung nach dem ersten Testspiel bei Sparta Bilk (17. Juli) auch schon früh ein Trainingslager inklusive eines Testspiels daheim gegen den SC Schiefbahn (22. Juli) geben. Danach geht es nach Köln, um am Teambuilding zu arbeiten. „Wir müssen so früh wie möglich zusammenfinden, da soll möglichst alles ineinandergreifen“, betont Derakhshan. Wobei es auch noch sein kann, dass weitere Spieler hinzukommen. „Aber wir sind nicht unter Zugzwang. Wenn wir noch was machen, dann muss es sportlich und menschlich passen“, weiß der HSG-Coach. Weitere Tests stehen noch gegen Wevelinghoven (30. Juli), Dormagen (4. August), Friesdorf (7. August), Scherpenberg (14. August) und Reusrath (20. August) an.