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Korschenbroich: Penny am Püllenweg muss schließen

Korschenbroich : Penny am Püllenweg muss schließen

2007 eröffnete der Penny-Markt am Püllenweg in Kleinenbroich. Jetzt musste die Discounterkette ihn aus wirtschaftlichen Gründen schließen. "Unsere Versuche, die laufenden Kosten –insbesondere die Miete – an die wirtschaftliche Ertragskraft des Standortes anzupassen, sind an unterschiedlichen Vorstellungen gescheitert.

2007 eröffnete der Penny-Markt am Püllenweg in Kleinenbroich. Jetzt musste die Discounterkette ihn aus wirtschaftlichen Gründen schließen. "Unsere Versuche, die laufenden Kosten —insbesondere die Miete — an die wirtschaftliche Ertragskraft des Standortes anzupassen, sind an unterschiedlichen Vorstellungen gescheitert.

Somit war die Schließung unvermeidlich", erklärt Penny-Vertriebsmitarbeiterin Nikolina Periz.

Wettbewerb in Europa einzigartig

Zehn Mitarbeiter sind von der Geschäftsaufgabe betroffen, die Periz zufolge allerdings inzwischen in benachbarten Märkten der Kette arbeiten. "Der Wettbewerb hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Letztlich stimmen die Kunden mit den Füßen ab und suchen jene Standorte auf, die über eine optimale Fläche verfügen", bemerkt die Penny-Angestellte.

In nur wenigen Hundert Metern Abstand buhlten gleich vier Discounter am Püllenweg um die Kunden. Nun sind es drei. "Die deutsche Wettbewerbssituation unter den Discountern ist europaweit einzigartig", betont auch Christina Stylianou, Pressesprecherin von Netto. "Gerade deshalb gibt es in keinem europäischen Nachbarland so hochwertige Lebensmittel zu derart günstigen Preisen." Eine Netto-Filiale befindet sich nur 500 Meter entfernt vom geschlossenen Penny-Markt. "Unser Markt entwickelt sich gut. Wir gehen davon aus, dass wir nun neue Kunden hinzugewinnen werden", sagt Stylianou.

Der starke Wettbewerb unter den Discountern wird noch dadurch verschärft, dass die Unternehmen gleiche Standortbedingungen bevorzugen. "Natürlich suchen wir Flächen mit einer guten Straßenanbindung und großer Verkaufsfläche. Sie müssen nah an Wohngebieten liegen. Deshalb befinden sich mehrere Märkte teilweise dicht beieinander." Stefanie Bössem von der Wirtschaftsförderung Korschenbroich bedauert die Aufgabe der Penny-Filiale: "Dem Unternehmen hätten wir am Standort mehr Erfolg gewünscht. Die Lebensmittelversorgung ist in diesem Stadtteil dank anderer Einzelhändler, Supermärkte und Discounter aber auch weiterhin gut abgedeckt."

(NGZ/rl)