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Jüchen: Pater Felix segnet modernen Kreuzweg

Jüchen : Pater Felix segnet modernen Kreuzweg

14 Bronzebilder zeigen am Nikolauskloster den Weg Jesu von der Verurteilung bis zur Kreuzigung. Pater Felix Rehbock wünscht sich, dass der Kreuzweg ein Ort zum Verweilen und Beten wird. Am Palmsonntag wurde der Weg eingesegnet.

Er soll zum Innehalten und zum Beten anregen: Die Oblatenmissionare im Nikolauskloster haben im Rahmen der gut besuchten Messe am Palmsonntag den Kreuzweg im Nikolauskloster feierlich eingesegnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. "Es ist schön, den Kreuzweg einzuweihen, der ohne Zweifel in ein Kloster gehört", sagte Rektor Pater Felix Rehbock. "Er ist da, um sich auf das zu besinnen, worauf es im Leben ankommt, und um zu spüren, dass man nicht allein ist."

Die 14 Stationen, die aus dem 2005 geschlossenen Oblatenkloster im baden-württembergischen Biberach stammen, wurden an einer alten Mauer aus dem 18. Jahrhundert angebracht. Die Mauer mit Nischen sei nach dem Abholzen zum Vorschein gekommen. "Wir gehen davon aus, dass hier schon einmal ein Kreuzweg angebracht war", so Pater Felix. Zwei Bänke laden zum Verweilen und Besinnen ein.

Die 14 modernen Bronzebilder, die der mittlerweile verstorbene Künstler Joseph Krautwald geschaffen hat, erinnern an Menschen, die leiden, einsam sind – und auch an die, die keinen Glauben haben und ihn am Leiden Jesu wiederfinden. Gottes verzeihende Liebe wird, so Rehbock, bei allen Stationen sichtbar. Verurteilt wird der gefesselte Jesus von König Herodes, während die Jünger auf der anderen Seite vom Mitleid bewegt sind. Auch sehr innige Begegnungen werden dargestellt: Eine Frau, Veronika, nähert sich Jesus, das Schweißtuch in der Hand. Der Bauer Simon aus Zyrene lässt Jesus unter der Last des schweren Kreuzes aufatmen. Möglich wurde das Projekt auch durch die Unterstützung von vielen ehrenamtlichen Helfern. Peter Breitmar (75) und seine Frau Christa (52) aus Schiefbahn sind zwei von ihnen, Dieter Gillwald aus Korschenbroich hat mitgeholfen. Er pflasterte den Weg, damit auch Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator die Stationen besuchen können. "Um die Bronzebilder an der Mauer zu befestigen, musste ich viel experimentieren", berichtete Breitmar. Ihm und seiner Frau liege es besonders am Herzen, dem Kloster zu helfen. "Pater Andreas war Prior im Schiefbahner Gymnasium und hat unserem ältesten Sohn geholfen. Da habe ich versprochen, ihm jederzeit zu helfen – das gilt auch für seinen Nachfolger." So habe er an vielen Stellen mitgearbeitet – sei es bei den Räumen der polnischen Ausstellung oder beim wetterfesten Kreuz vor dem Kloster.

Pater Felix äußerte einen Wunsch: "Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen den Kreuzweg betrachten. Dass er Generationen verbinden kann und auch ein Ort zum Beten ist. Ein Ort, an dem man sich mit dem Glauben, dem Haus und der Gemeinschaft identifizieren kann."

(vest)