Jüchen : Ostermarkt in der Bürgerhalle

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn veranstaltete die Gemeinde Jüchen gestern ihren traditionellen Ostermarkt. Bei schönem Wetter strömten viele Besucher in die Bürgerhalle. Dort stellten Hobbykünstler ihre Produkte vor.

Sonnenschein und wolkenloser Himmel waren perfekte Voraussetzungen für den Ostermarkt. Viele Besucher waren zu Fuß in die Bürgerhalle gekommen und bummelten durch die Reihen des Basars. Zum heutigen Frühlingsbeginn passten auch die ausgestellten Produkte: Bunte Farben und helle Stoffe waren beinahe an jedem Stand zu sehen.

Die Katholische Frauengemeinschaft Bedburdyck hatte ihren Stand gleich am Eingang aufgestellt. Der Verein ist bereits seit vielen Jahren auf dem Ostermarkt vertreten und bietet handgefertigte Ware an: "Wir besticken Tischdecken mit verschiedenen Motiven und nähen diese dann um Deko-Eier", erzählt Gretel Settels (69). Die Ostereier werden in die Äste von Weidenkätzchen oder in Kränze gesteckt. Der komplette Erlös wird zur Unterstützung von Straßenkindern in La Paz (Bolivien) gestiftet.

Mit Stickereien warteten auch andere Aussteller auf, etwa Mary Esser (64), die bereits seit 18 Jahren in Jüchen mit von der Partie ist. In Zusammenarbeit mit ihrem Mann fertigt sie Kissen, aber auch Kuscheltiere oder ausgefallene Geburtstagskarten an. Heidi Heuing (68) bot ihre Arbeiten gestern zum dritten Mal in der Bürgerhalle an: mit Strukturpaste angefertigte, plastisch wirkende Bilder. "Das ist der Vorteil", meint die Aldenhovenerin schmunzelnd: "Bei Aquarellen braucht man einen Rahmen – diese Bilder kann man einfach so aufhängen."

Unter den Händlern war auch ein Studentenunternehmen aus Venlo zu finden, das die Hilfsorganisation Shanti unterstützt. Die Produkte stammen aus Nepal, wo sie von Kranken und Behinderten hergestellt werden. Der komplette Gewinn geht zurück in die Himalaya-Region.

Auch die zum Basar gehörende Cafeteria kam einem sozialen Zweck zugute. Dagmar Coenen (50) hatte das Projekt "Dolphin Aid" vor einigen Jahren angestoßen, um behinderten Kindern eine Delfin-Therapie zu ermöglichen. Ihre Tochter Carolin hat bereits erfolgreich an einer solchen Therapie teilgenommen. Das Gebäck, das angeboten wurde, hatten Freunde und Bekannte gespendet – und die Leckereien fanden viele Abnehmer. Etwa Christa Täuber (53) oder Christel Püllen (59), die gerne einen Abstecher in die Cafeteria unternahmen: "Der Kuchen hier ist immer sehr lecker", schwärmten die beiden Frauen.

Die Gemeinde Jüchen organisiert solche Märkte schon seit etlichen Jahren. Die Resonanz darauf ist groß, es gibt mehr interessierte Aussteller als Stände zur Verfügung stehen. Hobbykünstler sollten sich daher schon jetzt für den Martinsmarkt anmelden.

(NGZ)