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Korschenbroich: Ortstermin soll Park-Chaos verhindern

Korschenbroich : Ortstermin soll Park-Chaos verhindern

Anwohner im Neubaugebiet Johannes-Huppertz-Straße sind verärgert. Einige befürchten ein Park-Chaos, andere haben Sorge, dass es die Feuerwehr mit Drehleiter im Ernstfall nicht zum Einsatzort schafft. Die Stadt bietet ein Gespräch an.

Die Einladungen zu einer Ortsbegehung im Herrenshoffer Neubaugebiet Johannes-Huppertz-Straße sind an die Ratsfraktionen verschickt. Die Bürger sollen zeitnah mit Handzetteln über den Termin am 18. September, 18 Uhr, informiert werden. Das Treffen, das Bürgermeister Heinz Josef Dick den Anliegern bereits in der Ratssitzung Mitte Juli zugesagt hatte, wurde Christine Krings und Peter Fink bei ihrem Besuch seiner Sprechstunde erneut von Dick bestätigt.

"Wir hoffen auf eine gemeinschaftliche Lösung, mit der alle einverstanden sind", gibt sich Peter Fink optimistisch. Das ist auch der eindringliche Wunsch von Jessica Meyer und von Edgar Pürling, die ein Parkchaos prognostizieren, hält die Stadtverwaltung an ihren Plänen fest, 32 Stellplätze in dem Neubaugebiet Johannes-Huppertz-Straße auszuweisen. Sie haben sich bereits mit einer Skizze an das städtische Tiefbauamt gewandt, in der 19 mögliche Stellplätze eingezeichnet sind. "Die Parkplatzsituation muss so gelöst werden, dass wenigstens Hauseigentümer noch aus ihren Garageneinfahrten auf die Straße rangieren können", fasst Fink das Anliegen speziell der Bewohner der Hausnummer 26 bis 40 und 42 bis 48 zusammen. Denn Edgar Pürling weiß: "Sonst wird es extrem eng."

Den Grund für das Problem sieht Pürling in den unterschiedlichen Straßenbreiten. In zwei der vier Straßenabschnitte fehlen ihm in der Fahrbahnbreite jeweils rund 56 Zentimeter.

Und damit wird nicht nur das Parken zum Problem. An den Ernstfall will er nicht denken: "Wenn hier mal die Feuerwehr mit der Drehleiter durch muss, geht gar nichts mehr." Das sieht auch Peter Fink so: "Die meisten Häuser gehen über zwei Stockwerke."

Korschenbroichs Feuerwehr-Chef Frank Baum versichert auf Anfrage: "Die Stadt hat hier nach Recht und Gesetz gehandelt. Der Bebauungsplan wurde im Vorfeld auch der Brandschutzdienststelle beim Rhein-Kreis vorgelegt." Für Baum ist eine Fahrbahnbreite von drei Metern ausreichend: "Das passt." Das Löschfahrzeug müsse auch nicht zwingend bis vor die Haustüre fahren: "Wir können und dürfen die Schläuche auch werfen." Und weiter sagt der Feuerwehr-Chef: "Bis jetzt habe ich dort noch keine Probleme erkannt." Er will die Fertigstellung der Straße abwarten.

Wie sich das Mülltonnen-Chaos lösen lässt, will Peter Fink in dem Bürgergespräch mit Politik und Verwaltung geklärt wissen. "48 Restmüll- und 48 Biotonnen werden regelmäßig an die Ecke Schaffenbergstraße zur Leerung gerollt. Wenn die Müllabfuhr kommt, ist die Kreuzung für 15 Minuten blockiert." Über den Gestank, den man den Nachbarn zumutet, will Fink gar nicht erst nachdenken. Er möchte auch wissen, ob das Neubaugebiet für die Pflasterung der Eingangszufahrt komplett gesperrt wird? All diese Fragen will Georg Onkelbach am 18. September beantworten. Der Fachbereichsleiter ist zuversichtlich: "Wir werden einen Kompromiss suchen und finden."

(NGZ)