Korschenbroich : Ortskern wird umgestaltet

Korschenbroichs Mitte wird umgestaltet: Die Handwerker geben auf dem Rathausvorplatz zurzeit den Ton an. Die sieben Parkplätze sollen bis Mittwoch – der schmucke Biergarten mit Grünzone bis "Unges Pengste" – fertig sein.

Der triste Parkplatz an der Sebastianusstraße ist noch für die nächsten Wochen komplett gesperrt. Dort, wo bislang eher unsortiert Autos im Stunden-Rhythmus abgestellt werden konnten, türmen sich derzeit alte Ziegel, sind Schotter und Splitt angehäuft. Schließlich wird sich die Optik vor dem Korschenbroicher Rathaus grundlegend verändern. Lediglich der vorhandene Parkstreifen vor dem Café Brass wird um sieben neue mit Hecken eingefasste Stellplätze entlang der Sebastianusstraße verlängert. Die Restfläche soll sich ab Pfingsten für den Besucher als eine Kombination aus Parkanlage und großzügig angelegtem Biergarten präsentieren.

Der Korschenbroicher Unternehmer Günter Thoren (54), der mit der Stadt im vergangenen Herbst einen Tauschvertrag geschlossen hat – er bekommt das baufällige Fachwerkhaus neben dem "Anker", dafür übernimmt er den kompletten Platzausbau – ist guter Dinge: "Die Arbeiten gehen gut voran. Die sieben Frostwochen werfen mich in meinem zugesagten Zeitplan nicht zurück", versichert Thoren. Er hat nach dem zweiten Wintereinbruch dann auch sofort reagiert: Er hat mit dem lizenzierten Straßenbauer HKB-Tiefbau neben dem Garten- und Landschaftsbauer Jammers sofort ein zweites Unternehmen für die Kanalisation auf dem Platz und die sieben Stellplätze verpflichtet.

Endspurt heißt es zu Wochenbeginn für die Stellplätze. Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner wird sie am Mittwoch oder Donnerstag zur Nutzung freigeben. Er ist fast täglich auf der Baustelle anzutreffen. Noch häufiger ist Günter Thoren vor Ort. Zwei- oder auch dreimal pro Tag schwingt er sich aufs Rad und schaut von seiner Firmenniederlassung am Pappelweg an der Baustelle vorbei.

Der gelernte Tischler, der seit Jahren mit historischen Baumaterialien handelt, gilt in Fachkreisen als "extrem genau". Mit der Platzgestaltung in der Ortsmitte will der Korschenbroicher eine blitzsaubere Visitenkarte hinterlassen. Sein geplantes Gastro-Konzept – ein Restaurant gekoppelt an den geplanten Ausbau des "Ankers" – will er nicht vor April anpacken. "Das Vorhaben wird sich zwei Jahre hinziehen", schätzt der Fachmann mit einem Herz für historische Architektur. Seine Energie gilt aktuell dem Platzausbau. Die Fläche zum Café hat für ihn Vorrang. Johannes Brass (54) soll mit seiner Außengastronomie nicht bis Pfingsten warten müssen. "Mit den ersten Sonnenstrahlen sollen Menschen auf dem Platz sitzen", drückt Günter Thoren auf die Tube. Danach wird die Sichtachse zum Rathaus angelegt, bevor Buchenhecken und Platanen gepflanzt werden.

(NGZ)