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Orkantief: Zahlreiche Spielabsagen in der Kreisliga Grevenbroich/Neuss

Fußball-Kreisliga A : Orkantief: Nur noch zwei Spiele sollen stattfinden

Weil einige Städte im Rhein-Kreis Neuss ihre Fußballplätze bis einschließlich Sonntag sperrten, kam es zu zahlreichen absagen. Unklare Lage in Jüchen und Zons.

Der 19. Spieltag in der Fußball-Kreisliga A wird vom Winde verweht. Bereits frühzeitig sind zahlreiche Spiele für das Wochenende abgesagt worden. Bei zwei Partien war am Freitag noch keine Entscheidung gefallen.

Orkantief „Ylenia“ ist vorbeigezogen, in der Nacht zu Samstag kam „Zeynep“. Vom Deutschen Wetterdienst gibt es eine amtliche Sturmwarnung – Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h sind angekündigt. Am Samstagmorgen soll das Schlimmste vorbei sein, am Abend kommt aber schon der nächste Tiefausläufer auf NRW zu. Fußballspielen ist bei den Windgeschwindigkeiten kaum möglich. Auch wenn der Sturm bis Sonntag deutlich abflachen soll, haben jetzt schon einige Städte die Sportanlagen im Rhein-Kreis Neuss für das gesamte Wochenende gesperrt. In Neuss, Grevenbroich und Kaarst wird kein Fußball gespielt. In der Kreisliga A sind davon gleich mehrere Spiele betroffen. Die Begegnungen SG Kaarst gegen VdS Nievenheim, DJK Hoisten gegen SV Bedburdyck/Gierath, SF Vorst gegen TuS Hackenbroich, SV Glehn gegen SV Rosellen, VfR Neuss gegen SC Grimlinghausen und SVG Grevenbroich gegen FC Delhoven wurden bereits verschoben. Die Spiele sollen schon am Dienstag nachgeholt werden, der VfR Neuss kickt erst am Mittwoch.

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Unklar ist die Situation hingegen in Dormagen und Jüchen. Die Sperre der Sportplätze gilt dort vorerst nur bis Samstagmorgen. „Es ist beabsichtigt, diese am Samstag nach der Beendigung der Warnung wieder aufzuheben und die Einrichtungen wieder zu öffnen. Sollten durch den Sturm Schäden entstanden sein, bleiben diese weiterhin gesperrt“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Jüchen. Ob gespielt wird, hängt also davon ab, ob Orkantief „Zeynep“ größere Schäden auf den Sportanlagen in Jüchen und Zons hinterlassen hat. Im Zweifel kann am Sonntag aber auch noch der Schiedsrichter die Partie absagen – wenn der Platz beispielsweise nicht bespielbar oder der Wind weiterhin zu stark ist.

Noch angesetzt sind die Spiele zwischen Jüchen II und Büttgen und zwischen Zons und dem TuS Grevenbroich. „Ich fände es schon komisch, wenn das Spiel stattfindet“, meint Büttgens Trainer Nils Heryschek. Warum in Jüchen gespielt werde, in Grevenbroich aber nicht, erschließe sich ihm nicht ganz. Heryschek wird die Partie ohnehin verpassen, er ist in Corona-Quarantäne. Sehr gerne spielen würde TuS-Trainer Michele Fasanelli. Nach zwei ausgefallenen Partien wäre es für die Schlossstädter schon die dritte Spielabsage in diesem Jahr. Sein Gegenüber Thomas Boldt ist auch schon heiß. Er ist nach der Niederlage gegen Hackenbroich auf Wiedergutmachung aus: „Die Jungs müssen brennen. Jedem muss klar sein, worum es geht.“ Der Vorsprung der Zonser auf die Abstiegsplätze beträgt lediglich fünf Zähler.