4000 Euro Preisgeld sind ausgelobt: Orgelvirtuosen ziehen alle Register

4000 Euro Preisgeld sind ausgelobt : Orgelvirtuosen ziehen alle Register

Freunde und Liebhaber der Orgelmusik blicken ab Sonntag - ebenso wie die zehn NGZ-Preisträger - wieder nach Korschenbroich.

Vom 11. bis 25. September wird die Korschenbroicher Pfarrkirche St. Andreas dann wieder zum Schauplatz der 28. Internationalen Orgelwoche und des mittlerweile fünften Internationalen Orgelwettbewerbs. Vierzehn Teilnehmer aus sieben Nationen werden sich im Rahmen des Wettbewerbs dem kritischen Gehör einer namhaften Jury stellen.

Den Vorsitz der internationalen Jury hat Kantor Henning Dembski (Korschenbroich). Ihm stehen in diesem Jahr Kalevi Kiviniemi (Finnland), Daniel Roth (Frankreich), David Sanger (Großbritannien) und Wolfgang Seifen (Deutschland) zur Seite. Sie entscheiden nach Ausscheidungsrunde und Endprüfung, wer die drei ausgelobten Preise mit nach Hause nehmen darf. Dabei müssen die Teilnehmer in beiden Runden vorgegebene Prüfungsstücke spielen. Der erste Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

Aus Deutschland sind dieses Mal zwei Teilnehmer am Start; die weiteren Wettbewerbsteilnehmer kommen aus Japan, Rumänien, Russland, der Slowakei, Südkorea und der Tschechei. Die weiteste Anreise hat dieses Mal Maria Mokhova auf sich genommen, die junge Organistin reist in Korschenbroich aus Nizny Novgorod an. Übrigens: Die Gewinner werden im Rahmen des Festkonzertes am Sonntag (18. September, 17 Uhr) bekannt gegeben.

Das Konzert des ersten Preisträgers des 5. Internationalen Orgelwettbewerbes findet dann am Mittwoch (21. September, 19.30 Uhr) statt. Aber die NGZ-Leser, die sich mit Blick auf die anstehende Internationale Orgelwoche an der Verlosung Verlosung von zehn Mal zwei Dauerkarten beteiligt haben, erfahren in der Zeit vom 11. bis 25. September gleich sechs Mal, was es heißt, wenn wieder hochkarätige Orgelvirtuosen alle Register ihre Könnens an der in 2000 aufwendig restaurierten St. Andreas-Orgel ziehen.

Über jeweils zwei Dauerkarten - sie werden per Post zugestellt - dürfen sich folgende Preisträger freuen: Johanna Cremer (Korschenbroich), Sophie Danners (Kaarst), Detlev Friederichsen (Rommerskirchen), Sandra Jacobs (Neuss), Gisela Laumann, Daniel Michels, Ruth Persch (alle Korschenbroich), Margit Scholz (Neuss), Dirk Seitz (Rommerskirchen) und Rosemarie Wirz (Neuss). Zum Auftakt spielt am Sonntag (11.), 19.30 Uhr, der Dozent für Orgelspiel in Oxford und Cambridge, David Sanger, "Bachs Memento" von Charles-Marie Widor, den "Choral Song und Fuge in C" von Samuel Wesley sowie Werke zeitgenössischer englischer und schwedischer Komponisten.

Daniel Roth, seit 1985 Titularorganist an St. Sulpice in Paris, bringt am Mittwoch (14.), 19.30 Uhr, das Allegro aus Widors "Symphonie VI", die Symphonie in c-moll von César Franck sowie die Deuxiéme Fantasie von Jehan Alain zu Gehör. Das "Gloria" von John Rutter wird beim Festkonzert für Chor, Orgel und Orchester mit Preisverleihung des 5. Internationalen Orgelwettbewerbes am 18. September, 17 Uhr, zu hören sein. Mitwirkende sind dann der St.-Andreas-Chor, Marcel Andreas Ober an der Orgel sowie das Ensemble Mondial.

Das Preisträgerkonzert ist für Mittwoch (21.), 19.30 Uhr, angesetzt. Der Finne Kalevi Kiviniemi spielt um 19.30 Uhr am Freitag (23.) Werke von Jean Sibelius, die Ouvertüre und den Pilgerchor aus der Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner in einer Transkription von Théodore Dubois. Das Abschlusskonzert bestreiten der Kevelaerer Wolfgang Seifen und der Korschenbroicher Percussionist Leonard Gincberg am Sonntag (25.). Auf dem Programm des Improvisationskonzertes stehen "Sieben Symphonische Impressionen für Schlagwerk und Orgel". (-wi)

(NGZ)
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