Judo: Olympiadritter Andreas Tölzer trainiert Gierather Judoka

Judo : Olympiadritter Andreas Tölzer trainiert Gierather Judoka

Seine Karriere hat er Anfang September mit einem Sieg über den russischen Olympiazweiten Alexander Michailin und der dadurch erkämpften Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro beendet. Sein immenses Wissen über Judo und seine Erfahrung gibt Andreas Tölzer aber gerne weiter.

Und so kommen heute in einer Woche (29. November, Beginn 17 Uhr) die Judoka der SG Rot-Weiß Gierath in den Genuss einer exklusiven Trainingsstunde mit dem Olympiadritten von London. Und nicht nur sie: "Uns ist es nach Absprache mit anderen Vereinen gelungen, für diesen Abend die neue Dreifachhalle an der Gierather Straße komplett belegen zu dürfen", freut sich SG-Vorsitzender Heinz Kiefer, so dass auch Zuschauer zu diesem sicher spektakulären Nachmittag willkommen sind. "Tölzers Terminplan ist trotz seines Rücktritts bis auf weiteres total voll, allerdings konnte er uns kurzfristig diesen Tag noch anbieten. Da mussten wir einfach Ja sagen", erklärt der SG-Vorsitzende nicht ohne Stolz.

"Dies ist eine vorerst einmalige Chance, Andreas Tölzer einmal hautnah zu erleben, mit ihm Judotechniken auszuprobieren und Fotos als Erinnerung zu ergattern. Außerdem wird Andreas Tölzer Autogramme verteilen", sagt SG-Trainer Michael Seipold. Aktiv am Training teilnehmen dürfen jedoch nur Judoka, die Mitglied der SG Rot-Weiß sind, "doch Interessierte, die Andreas von unserer Tribüne erleben möchten, sind selbstverständlich herzlich willkommen," so Seipold.

In Andreas Tölzer kommt einer der erfolgreichsten deutschen Judoka des vergangenen Jahrzehnts nach Gierath. Der 33 Jahre alte Kölner, der für den 1. JC Mönchengladbach und in der Bundesliga für den TSV Abensberg startet und satte 145 Kilogramm auf die Matte bringt, war insgesamt 15 Mal Deutscher Meister.

International ging sein Stern 2003 mit Platz drei bei den Europameisterschaften in Düsseldorf auf. Ein Jahr später belegte der "Bulle von Mönchengladbach" Platz sieben bei den Olympischen Spielen von Athen. 2006 wurde Andreas Tölzer Europameister, 2007 und 2010 jeweils EM-Dritter. Bei den Olympischen Spielen in Peking kam er 2008 jedoch nicht über den neunten Platz in der Klasse über 100 Kilogramm hinaus.

Zwei Jahre später wurde er in Tokio Vize-Weltmeister, einen Erfolg, den er ein Jahr später in Paris wiederholte. In London folgte dann die Krönung mit der Olympischen Bronzemedaille, nachdem er im Halbfinale gegen Alexander Michailin wegen einer Passivitätsverwarnung in der Verlängerung verloren hatte. Gegen den Russen gelang ihm dann Anfang September im Kampf um WM-Bronze die erfolgreiche Revanche – und das im letzten Kampf seiner Karriere.

(NGZ)
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