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Olympia-Traum: Tanja Spill stellt in Marseille eine neue Bestzeit auf

Leichathletik : Tanja Spill stellt in Marseille persönliche Bestzeit auf

Die Dormagenerin läuft in Marseille in 2:00,66 Minuten auf den dritten Platz und sagt danach strahlend: „Auf diesen Tag habe ich fünf Jahre gewartet.“

Vive la France, hieß es für Tanja Spill beim stark besetzten Meeting am Mittwochabend in Marseille. Als Dritte im Lauf über 800 Meter stellte die Leichtathletin des TSV Bayer Dormagen in 2:00,66 Minuten nicht nur eine neue persönliche Bestleistung auf, sondern sicherte sich auch wertvolle Punkte fürs Ranking in der Weltrangliste und damit im Qualifikations-Marathon für die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Ein Abend zum Verlieben für die 25-Jährige. Ihr erster Kommentar im Stakkato-Stil: „Unfassbar! Riesige persönlich Bestleistung und ein dritter Platz! Auf diesen Tag habe ich fünf Jahre gewartet!“

Ihre bisherige Bestmarke stand seit dem 8. Juli 2016 bei 2:01,63 Minuten, gelaufen beim integrativen Sportfest in Leverkusen. Schneller waren an der Côte d‘Azur nur die frischgebackene Deutsche Meisterin Christina Hering, die in 2:00,15 Minuten (Saisonbestleistung) auf Rang zwei lief, und die Schottin Jemma Reekie (1:58,41). Im mit Finalistinnen der Hallen-EM in Polen bestückten Rennen ging die Tempomacherin die erste Runde in 57,5 Sekunden an. Spill lief am Ende des Feldes in 58,5 Sekunden die ersten 400 Meter, erkannte aber schnell, dass alles auf eine Zeit von unter zwei Minuten hinauslief. „Auf den letzten 180 Metern musste sie dann immer auf Bahn zwei laufen, um ihre Gegnerinnen zu überholen“, sagte ihr Trainer Willi Jungbluth. „Trotzdem fehlte nicht viel, dann hätte sie Hering auch noch eingeholt.“

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Wenngleich nach der Gala in Marseille nun selbst die bis vor kurzem noch utopische Olympia-Norm (1:59,5) zu knacken ist, hält Spill an dem mit ihrem Trainer ausgetüftelten Plan fest: „Die Wettkämpfe jetzt nach der Deutschen Meisterschaft sind schon taff und habe ich in so einem Umfang noch nicht gemacht. Wir haben uns aber bewusst entschlossen, zunächst die DM abzuhaken und dann über die Summe der Rennen auf Punkte- und Zeitjagd zu gehen.“ Darum reist die DM-Dritte von Braunschweig direkt weiter zur nächsten Station. Am Samstag in Nizza hofft sie, „noch mal auf ein schnelles Rennen, die Bestätigung meiner Bestzeit – und vielleicht geht es mit etwas Glück auch noch schneller.“