1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Olympische Spiele: "Olympia- das ist einfach nur riesig"

Olympische Spiele : "Olympia- das ist einfach nur riesig"

London Christoph Fildebrandt vom TSV Bayer Dormagen hat sich mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele in London einen großen Traum erfüllt. Er gehört zu den insgesamt 392 Athleten, die Deutschland bei dem Top-Ereignis des Jahres vertreten werden. Am morgigen Sonntag ist der 23-jährige angehende Polizeikommissar nun im Aquatic Centre London mit der 4x100-Meter-Freistilstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes gefordert. Die NGZ sprach kurz vor dem "großen Tag" mit dem Schützling von TSV-Trainer Jürgen Schmitz über das Olympische Dorf, die Form und die Erwartungen.

Herr Fildebrandt, seit Dienstag weilen Sie im Olympischen Dorf. Wie lief die Anreise und wie ist Ihr erster Eindruck?

Christoph Fildebrandt "Wir sind am Dienstag mit dem Flieger von Hamburg aus, dort haben wir unser letztes Trainingslager absolviert, nach London gestartet. Am Hamburger Flughafen hat man uns gebührend verabschiedet. In London angekommen hat sich die Busfahrt ins Olympische Dorf dann ein bisschen hingezogen, aber damit hatten wir schon gerechnet. Und das Dorf selbst ist einfach nur riesig."

Und dann sind Sie gleich in Ihr Quartier eingezogen?

Fildebrandt: "Nicht ganz. Meine Akkreditierung fehlte noch, die musste ich zunächst noch abholen. Danach habe ich mit meinem Teamkollegen Marco Koch das Zimmer bezogen."

Wie waren Ihre ersten Eindrücke vom Aquatic Centre London?

Fildebrandt: "Auch das ist einfach nur riesig. Geschwommen bin ich auch schon, und es hat sich gut angefühlt. Schon die ersten Eindrücke bestätigen: Olympische Spiele sind etwas ganz Besonderes."

Am Sonntag steht über 4x100 Meter Freistil Ihr olympisches Debüt auf dem Wettkampfprogramm. Als Deutscher Meister sind Sie gesetzt, müssen Sie denn auch schon im Vorlauf ran

Fildebrandt: "Wir werden schon im Vorlauf Vollgas geben müssen, um überhaupt ins Finale zu kommen. Deshalb treten wir auch in Bestbesetzung an."

Das heißt mit Christoph Fildebrandt an welcher Position?

Fildebrandt: "Zwei oder drei — das steht noch nicht genau fest."

Wie waren die Trainingsergebnisse?

Fildebrandt: "Sehr gut. In Hamburg haben wir unsere letzten Tests absolviert, und allesamt waren mehr als zufriedenstellend. Jetzt kann es so langsam losgehen."

Apropos gehen: Wen trifft man denn so alles, wenn man durch das Olympische Dorf schlendert?

Fildebrandt: "In der Mensa zum Beispiel Michael Phelps und Ryan Lochte. Hier laufen so viele Top-Sportler rum, das ist einfach Klasse. Das gibt es bei keinem anderen Event."

Und was war bisher vor Ort das interessanteste Erlebnis?

Fildebrandt: "Mein Sprung vom Drei-Meter-Brett auf der Olympischen Anlage der Wasserspringer. Unsere deutschen Springer haben dort trainiert, und da wollte ich auch mal springen. Es hat auch alles gut geklappt, aber danach hat mich ein Ordner freundlich darauf hingewiesen, dass ich für diesen Bereich nicht akkreditiert sei und gebeten, die Anlage wieder zu verlassen. Applaus für meinen Sprung habe ich von der Nationalmannschaft der Springer aber trotzdem bekommen."

Ein bisschen mehr Applaus erwartet Sie dann vermutlich am morgigen Sonntag beim Wettkampf mit der Staffel?

Fildebrandt: "Die Stimmung in der Halle wird super sein. Ich hoffe, dass wir uns für das Finale am Abend qualifizieren werden. Und dann werden wir sehen, was möglich ist."

Harald Gehring führte das Gespräch.

(NGZ/ac)