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Olympia 20/21 in Tokio: Turnerin Sarah Voss verpasst das Finale

Olympia 2021 in Tokio : Sarah Voss verpasst mit Turnerinnen das Finale

Die 21 Jahre alte Dormagenerin kam mit Deutschland auf Platz neun. Zum Endkampf der besten acht Teams fehlten hinter Japan nur 1,5 Zähler.

Bei den deutschen Turnerinnen flossen die Tränen. Die Schützlinge von Bundestrainerin Ulla Koch leisteten sich in ihrem für den weiteren Verlauf der Olympischen Spiele in Tokio entscheidenden Qualifikationswettkampf genau einen Patzer zu viel. Nach dem undankbaren neunten Platz war vor allem Sarah Voss kaum zu trösten. Die Dormagenerin stürzte vom Schwebebalken und hatte auch beim Sprung Probleme.

Entsprechend niedergeschlagen zog die erst 21 Jahre alte und ansonsten so zuverlässige Olympia-Debütantin Bilanz: „Ich bin ein Stück enttäuscht von meiner Leistung, sie war nicht gut“, sagte sie mit verheulten Augen. Allerdings war sie in ihrem Kummer nicht allein. Auch die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer aus Chemnitz fiel von ihrem Paradegerät. Die bittere Konsequenz daraus: Für die beiden Turnerinnen sind die Sommerspiele damit schon wieder vorbei. Nur die deutsche Rekordmeisterin Elisabeth Seitz sicherte sich einen Platz im Stufenbarren-Finale und wird auch im Mehrkampf zusammen mit Kim Bui (beide Stuttgart) noch einmal antreten. Dennoch trauerte sie dem verpassten Teamfinale nach: „Platz neun ist natürlich hart. Wir sind alle enttäuscht, weil wir uns sehr gut und intensiv vorbereitet und auch etwas mehr erhofft hatten. Aber so ist nun mal leider der Sport. Bei dem engen Feld reichen wenige Fehler, damit es nicht klappt.“

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Im Ariake Gymanstics Center kamen Seitz, Bui, Voss und Schäfer auf 161,162 Punkte. Nur 1,5 Zähler fehlten am Ende auf Japan für das Finale der besten acht Teams am Dienstag. Cheftrainerin Ulla Koch fasste den Wettkampf so zusammen: „Wir hatten gehofft, ins Mannschaftsfinale zu kommen, das war unser Traum, aber wir haben auf dem Weg dahin was liegen gelassen. Es ist schade, aber Fehler können passieren. Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen, denn wir haben eine tolle Vorbereitung gehabt und sind ein tolles Team.“