Lokalsport: Offensivmotor der Rhein Vikings stockt

Lokalsport : Offensivmotor der Rhein Vikings stockt

Handball-Zweitligist unterliegt vor heimischem Publikum in Düsseldorf dem EHV Aue mit 21:24.

Nein, der erste Teil des Zweitliga-Doppelspieltags verlief ganz und gar nicht nach dem Geschmack des Handball-Zweitligisten HC Rhein Vikings. So unterlag die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt am Freitagabend vor 1010 Zuschauern im heimischen Castello dem EHV Aue mit 21:24 (Halbzeit 9:10) und musste dabei auch noch den verletzungsbedingten Ausfall von Felix Handschke hinnehmen. Klatt: "Wir haben es vor allem in der ersten Viertelstunde nicht geschafft, offensiv Akzente zu setzen. Wir wirkten gehemmt, uns ist zu wenig eingefallen. Das war der Knackpunkt."

Dabei stockte der Offensivmotor des Neulings praktisch über die kompletten 60 Spielminuten. So fiel der Treffer zum 1:1-Ausgleich erst in der fünften Minute und das zweite Tor gar erst nach einer Viertelstunde. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren gegen aggressive Gäste, die zuvor sechs Partien auf einen Sieg gewartet hatten, mit 2:4 zurück. Zudem zog sich Mittelmann Felix Handschke bei einem Zweikampf eine Knieverletzung zu und musste ausgewechselt werden. "Das war sicher auch ein kleiner Schock für uns, darf aber nicht als Entschuldigung gelten", befand Klatt.

Einige Minuten später hieß es 6:10 aus Sicht der Gastgeber. Doch angetrieben von Alexander Oelze, der im ersten Abschnitt fünfmal traf, und Keeper Mikkel Moldrup, der den erkrankten Vladimir Bozic stark im Tor vertrat, kämpften sich die Vikings gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Gäste bis zum Pausenpfiff wieder bis auf 9:10 heran. Doch nach dem 3:0-Lauf zum Ende der ersten Spielhälfte begann der zweite Abschnitt dann so holprig wie der erste: Weil bei den Gastgebern offensiv nur wenig zusammenlief, Fehler produziert wurden und der erste Treffer erst in der 37. Minute erzielt werden konnte, transportierte Aue über das 13:9 eine 20:17-Führung in die Schlussphase. Das Klatt-Team steckte zwar nicht auf und versuchte es mit einer offensiveren Abwehr, doch spätestens als der EHV in der 55. Minute per Doppelschlag zum 22:17 traf und diese Führung bis zum 23:19 verteidigte, war die Heimniederlage der Vikings perfekt.

"Das Spiel ist heute sicher nicht so gelaufen, wie wir uns gewünscht haben. Wir müssen analysieren, woran das lag. Etwas Positives gibt es aber dennoch: die Leistung von Mikkel im Tor", sagte Klatt. Und René Witte, sportlicher Leiter und Manager der Vikings, ergänzte: "Die Leistung in der Abwehr war heute in Ordnung, allerdings war das im Angriff einfach zu wenig.

(NGZ)
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