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Offensive des Landessportbundes (LSB) gegen den sportlichen Stillstand

Aktion #trotzdemSPORT : Offensive des LSB gegen sportlichen Stillstand

Der Landessportbund NRW investiert eine Million Euro für Unterstützungsleistungen von Vereinen, Fachverbänden und Bünden. Die am Montag angelaufene Aktion #trotzdemSPORT soll zudem die kommende Corona-Schutzverordnung beeinflussen.

Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes (LSB), sieht den Sport zu Zeiten der Pandemie als Teil der Lösung und nicht des Problems: „Deshalb müssen wir mit geballter Kraft daran arbeiten, dass sportliche Bewegung – immer unter gesetzlichen Rahmenbedingungen – dauerhaft stattfinden und angeboten werden kann.“ Dabei agiert der LSB Nordrhein-Westfalen zweigleisig, will zum einen die „maximale politische Einflussnahme auf die Inhalte der kommenden Corona-Schutzverordnung NRW mit dem Ziel, die Einschränkungen/Verbote für den Amateur- und Breitensport aufzuweichen bzw. aufzuheben.“ Zum anderen sollen alle Akteure des Verbundsystems des organisierten Sports in NRW dazu beitragen, „die Vereine maximal bei der Mitgliederbindung zu unterstützen.“

Für die digitale Attacke sowie coronakonforme Freiluft-Aktivitäten steht den 127 Mitgliederorganisationen und 18.100 Vereinen mit der „Aktion #trotzdemSport als Offensive gegen den sportlichen Stillstand“ ab sofort eine Million Euro zur Verfügung. „Pro Verein können bis zu vier Projekte im Umfang von jeweils 300 Euro bis zur Gesamtsumme von 1200 Euro beantragt werden“, erklärt Hermann-Josef Baaken, Vorsitzender des Kreissportbundes Neuss (KSB). „Gute Ideen sollten deshalb nicht in den Köpfen schlummern, sondern tatsächlich auch umgesetzt werden“, findet  KSB-Geschäftsführer Dominik Steiner. „Dafür gibt es jetzt unbürokratisch Fördermittel des Landessportbundes. Sie gleichen teilweise die Einnahmeverluste durch Mitgliederkündigungen aus. In den vergangenen Wochen wurden hier von vielen Vereinen im Rhein-Kreis schon kreative Lösungen gefunden, die den Mitgliedern auch weiterhin Sport ermöglichen, wenn auch nicht in den Vereinsräumen oder Sporthallen der Kommunen, sondern individuell und virtuell.“

Online unter der Adresse www.lsb.nrw/trotzdemsport bietet der Landessportbund NRW nun eine regelmäßig aktualisierte Auswahl an schnell umsetzbaren Bewegungsideen für Kinder und Jugendliche, Team-Wettbewerben, Qualifizierungsangeboten oder Sportkursen zum Mitmachen an. Das Soforthilfeprogramm soll Vereine etwa in die Lage versetzen, an Mittel für benötigte Software zu gelangen. „So etwas wäre früher nie möglich gewesen“, sagt Baaken und hat noch ein zweites konkretes Beispiel aus der Praxis parat: „Weil die Angebote digital sind, lassen sich keine Kursgebühren erheben. Darum sponsort der LSB nun die Übungsleiterhonorare innerhalb des eingeräumten Förderrahmens.“

Auch der Individualsport draußen sowie das spezielle Programm „Sport im Park“, das eigentlich nur in den Sommermonaten unterstützt wird, werden als praxistauglicher „Corona-Wintersport“ gefördert.