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Basketball: Oehmen coacht Elephants per Facebook

Basketball : Oehmen coacht Elephants per Facebook

Obwohl der Trainer des Basketball-Regionalligisten zurzeit Urlaub in Nordamerika macht, ist er bestens informiert

Hartmut Oehmen ist bestens vernetzt. Und darum konnte den Trainer des Basketball-Regionalligisten NEW Energie Elephants in seinem Urlaub in den USA und Kanada weder der Hurrikan Sandy noch der folgende Schneesturm in New York von seiner Mannschaft trennen. "Über Facebook habe ich immer Kontakt mit den Jungs gehalten", verriet er gestern Morgen kurz vor dem Flug von den Niagara Fällen zurück in den "Big Apple".

Läuft alles planmäßig, landet der Tausendsassa morgen Vormittag in Deutschland und wäre dann rechtzeitig in der Sporthalle Gustorf, wo am Abend (19.30 Uhr) das Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn II auf dem Programm steht. Der Aufsteiger hatte am vergangenen Wochenende im Kellerduell mit dem ETB SW Essen II den ersten Saisonsieg gelandet (88:66) und damit die Prognose Oehmens bestätigt.

Für ihn hatte ohnehin von vornherein festgestanden, "dass die nicht da unten bleiben werden. Die haben genau wie wir am Anfang nur gegen die Topteams gespielt. Die muss man durchaus ernst nehmen".

Der Nachwuchs des Erstligisten Telekom Baskets Bonn hat seine junge Truppe nämlich mit zwei ganz starken Akteuren aufgepeppt. So dürfte Josh Mueller zu den besten Schützen der Regionalliga gehören. 20,6 Punkte erzielt der Amerikaner bislang im Durchschnitt, gegen Schalke legt er beim 87:100 sogar 37 Zähler auf. Und obwohl nur 1,80 Meter groß, ist er auch der beste Rebounder seines Teams (6,6). Er stand schon in Diensten des FC Bayern München und von Phoenix Hagen, kann also ebenso Zweitligaerfahrung vorweisen wie sein Kollege Max Dohmen, der für die NVV Lions Mönchengladbach und die Schwelmer Baskets auflief.

Der 2,01 Meter große Power Forward kommt für Bonn auf 16,4 Punkte und 4,6 Rebounds. Ohmens Arbeitsauftrag an seine Elephants ist darum klar: "Die beiden gilt es auszuschalten." Da trifft es sich ausgesprochen gut, dass die Gastgeber ihr spielfreies Wochenende dazu nutzen konnten, ihre Reihen aufzufüllen. Bastian Becker, mit 16,6 Punkten hinter Tim Pierce (25,0) zweitbester Scorer der Grevenbroicher, kann wieder auflaufen, das gebrochene Nasenbein schützt eine spezielle Gesichtsmaske. Auch der Langzeitverletzte Patrick Schiele hat sich zurückgemeldet, steigt aber erst am Montag wieder ins Mannschaftstraining ein. Auch ohne die beiden Leistungsträger gewannen die Elephants zuletzt zweimal in Folge: 83:73 "auf" Schalke und 100:76 gegen Essen II.

(NGZ/rl)