Fußball Oberliga: VdS Nievenheim hat viel an der Psyche gearbeitet

Nievenheim · Der schlimme Auftritt seiner Truppe beim 0:5 ausgerechnet im Lokalderby beim SC Kapellen hat den als Trainer in Diensten des Fußball-Oberligisten VdS Nievenheim stehenden Marko Niestroj bis ran ans morgige Heimspiel (Anstoß 14.30 Uhr) gegen Rot-Weiß Oberhausen II beschäftigt. "Wir haben sehr viel geredet", sagt er.

 Nils Dubbert (r.), hier im Duell mit Kapellens Samed Korkmaz, dürfte in der Abwehrzentrale wieder Platz für Mehmet Yilmaz machen.

Nils Dubbert (r.), hier im Duell mit Kapellens Samed Korkmaz, dürfte in der Abwehrzentrale wieder Platz für Mehmet Yilmaz machen.

Foto: Hubert Wilschrey

Inzwischen glaubt er jedoch, das vollkommen missglückte Spiel erfolgreich aufgearbeitet zu haben. Er erklärt: "Viele waren übermotiviert, sind einfach gelähmt gewesen." Als Folge sei das Team in alte Muster verfallen und von der bewährten Marschroute abgewichen. Nachhaltige Schäden könnten derlei Partien allerdings nicht anrichten, ist der Coach überzeugt. "Dazu sind wir als Mannschaft zu gefestigt. Wir arbeiten zusammen. Wir gewinnen zusammen. Wir verlieren zusammen. Auch wenn das einigen schwerfällt, wir haben nicht vergessen, wo wir herkommen. Ich wusste, dass Rückschläge kommen. Alle sollten sich daran erinnern, wie wir nach dem Aufstieg gemeinsam in der Kabine saßen und genau darüber gesprochen haben." Wie schon nach dem 0:8-Debakel in Bocholt fordert der Trainer nun eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft. "Bis zur Winterpause sind noch 15 Punkte zu vergeben - davon wollen wir ein paar haben." Ob bereits den Oberhausener Bubis Zählbares abgerungen werden kann, ist indes fraglich. Zwar sind die Jungs von Trainer Peter Kunkel seit nunmehr fünf Spielen ohne Sieg (zuletzt gab es drei Unentschieden in Folge), doch Niestroj warnt: "Uns muss klar sein, was für ein Kaliber auf uns zukommt."

In Philipp Goris zum Beispiel der zurzeit beste Torschütze der Oberliga Niederrhein. 13 der 21 von den Kleeblättern bislang erzielten Treffer gehen auf das Konto des 20-Jährigen. Der gewitzte Stürmer kam in dieser Saison sogar schon zu einem Einsatz in der Regionalliga-Truppe der Oberhausener. Keeper Nurullah Can führt eine große Riege von Akteuren an, die offiziell dem Kader der Profis angehören. Angesichts dieser Qualität verwundert es nicht, dass der junge Celal-Can Yücel (20), der in der vergangenen Saison noch 35 Spiele für den SC Kapellen absolviert hatte, erst vier Einsätze vorweisen kann.

Zum Personal: Der frischgebackene Vater Mehmet Yilmaz wird beim VdS Nievenheim wohl wieder seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung einnehmen. "Jeder weiß, wie wichtig er für uns ist", sagt Niestroj, möchte den Wechsel aber nicht als Kritik an der Leistung seines Vertreters Nils Dubbert verstanden wissen. "In Kapellen haben von Position eins bis elf alle versagt." Definitiv fehlen werden weiterhin Patrick Wesoly und Pierre Schnock, wieder dabei ist Kevin Buttchereit.

(NGZ)
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