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Galopp: Nur sieben Rennen stehen auf der Karte

Galopp : Nur sieben Rennen stehen auf der Karte

Trainer Axel Kleinkorres lässt Xi, das Pferd mit dem kürzesten Namen, auf seiner Heimatbahn starten.

Es war schon eine sehr schwere Geburt. Aber nach vielen Telefonaten und der Furcht der Trainer vor einer Absage sind dann doch noch sieben Rennen für Sonntag ab 14 Uhr auf der Neusser Galopprennbahn zustande gekommen. Sogar eine "Wettchance des Tages" mit der Garantieauszahlung von 10 000 Euro im sechsten Rennen hat man beim Dachverband in Köln aus den Stiefeln gezaubert.

Technik-Chef Rüdiger Schmanns: "Nicht überall konnte in dieser Woche trainiert werden." In Neuss war das anders. Trainer Axel Kleinkorres, im Grunde eher zu Kritik neigend: "Es war überhaupt kein Problem zu trainieren. Es kann in ganz Deutschland bei solchen Witterungsbedingungen keine besseren Trainingsmöglichkeiten geben als in Neuss. Das Geläuf ist wie ein Teppich." Und deshalb hat Kleinkorres sogar seinen ersten Sandbahnstarter 2013 zu bieten. Kein normales Pferd, sondern den bereits achtjährigen Fuchshengst Xi, den Maxim Pecheur reitet, der 2012 das Nachwuchschampionat gewann und sogar monatelang mit deutlichem Vorsprung die Championatswertung anführte. Am Ende war er sehr guter Fünfter. Xi bestreitet den 43. Start seines Lebens, zehn Rennen hat er gewonnen. Aufgezogen in den USA, wurde er in Ungarn trainiert und lief Rennen in Budapest. Ende 2010 kam er für 4000 Euro nach Deutschland. Mitbesitzer war der Ungarn-Freak Andreas Tiedtke, noch bis zum 30. Juni 2013 Chefmanager des Kölner Dachverbandes.

Xi begann in der neuen Heimat furios, degradierte über die Sprintstrecke die Gegner zu Statisten und schaffte drei Siege hintereinander. Es wurde dann schwerer und er auch langsamer, nicht immer spielte die Gesundheit mit. Jetzt ist er in niederländischem Besitz und der neue Trainer Axel Kleinkorres hofft, dass die 1100 Meter am Sonntag wirklich die richtige Distanz sind.

Mit Steffi Hofer und Bayarsaikhan Ganbat sind die beiden Führenden der Saison 2013 nach zwei Renntagen dabei. Eintritt und Parken ist frei und bei der Verlosung von Wetten-Sieberts nach dem letzten Rennen auf Wettnieten geht es erstmals um sechs Mal 50 Euro in bar.

(NGZ/rl)