Jüchen : Nur noch drei Grundschulen

Drei Grundschulen an fünf Standorten: Darunter können Jüchener Eltern wählen, wenn sie ihre Kinder für den Schulstart im Jahr 2013/14 anmelden. Jetzt muss die Bezirksregierung die zweite Verbundschule genehmigen.

Eltern von künftigen Fünftklässlern können im Gemeindegebiet noch zwischen drei Grundschulen wählen – allerdings an fünf Standorten. Neben dem Grundschulverbund Lindenschule mit den Adressen Gierath und Bedburdyck wird es im Schuljahr 2013/14 einen zweiten Verbund geben: die Grundschule Hochneukirch und die Otzenrather Janusz-Korczak-Schule. Die Weichen hat der Gemeinderat bereits gestellt. "Auch wenn die Bezirksregierung Düsseldorf diesen Verbund noch nicht genehmigt hat, mussten wir das Anmeldeverfahren in dieser Form gestalten", erläutert Bürgermeister Harald Zillikens.

Eigentlich sollte die Schul-Ehe zwischen Hochneukirch und Otzenrath bereits geschlossen sein, beide Bildungseinrichtungen sollten seit August 2012 im Verbund arbeiten. Doch eine "Formalie" beim Anmeldeverfahren 2011 ließ laut Bürgermeister Harald Zillikens diesen Plan scheitern: Die Gemeindeverwaltung hatte keinen Hinweis auf den künftigen Schulverbund gegeben. Dies hatte die Bezirksregierung als Fehlinformation der Eltern kritisiert. "Diesen Fehler wollten wir nicht wiederholen", sagt der Verwaltungs-Chef mit Blick auf die jetzt beginnende Anmeldung.

Verbund wurde verschoben

Irmgard Burg, Rektorin der Janusz-Korczak-Schule, hat jetzt kommissarisch die Leitung auch in Hochneukirch übernommen, wie sie in einem Brief an die Eltern mitteilt. Hauptstandort des Schulverbunds wird Hochneukirch sein, da dies mit zwei Zügen die größere Schule ist. Was sich ändern wird: Beide Grundschulen werden von einer Schulleitung geführt, haben nur noch eine gemeinsame Schulkonferenz.

Der Antrag auf den zweiten Schulverbund hatte für die Verwaltung zwei Gründe: "Zum einen ging in Hochneukirch Schulleiter Reiner Kivelitz in den Ruhestand. Und es ist fast unmöglich, Rektorstellen an Grundschulen neu zu besetzen", sagt der Bürgermeister. Zum anderen sollte die Zukunft der Otzenrather Grundschule, die zurzeit einzügig ist, gesichert werden. Zwar werden dort für das Schuljahr 2013/14 ausreichend Schüler für eine erste Klasse erwartet, doch dies kann sich – etwa durch Umzüge – noch verändern.

Perspektivisch werden auch in Jüchen weniger Schüler erwartet. Für das kommende Schuljahr lautet die Prognose 223 I-Dötzchen: 56 an der Grundschule Jüchen, 70 an der Verbundschule Lindenschule, 67 an der Grundschule Hochneukirch und 30 in Otzenrath. Doch laut Schulentwicklungsplan wird im Jahr 2015 ein erster Einbruch erwartet: Dann werden im Gemeindegebiet nur noch 168 Erstklässler erwartet.

(NGZ)