Fußball : Franciamore beendet Engagement bei Novesia zum Saisonende

Kreisliga A: Die Reserve des SC Kapellen ist in Lauerstellung. Die Pokalhelden aus der Grevenbroicher Südstadt müssen zuhause gegen die SF Vorst ran.

In der Fußball-Kreisliga A steht der 22. Spieltag auf dem Programm und es läuft die Zeit, in der die Vereine bereits die Personalien für die anstehende Spielzeit klären. Bei der DJK Novesia ist, wie bei einige anderen Klubs auch, eine Entscheidung gefällt worden.


Franciamore geht.
Sa Franciamore hat in dieser Woche verkündet, dass er sein Traineramt bei der DJK Novesia am Saisonende niederlegen wird. Der 36-Jährige war vor zweieinhalb Jahren ins Jahnstadion gekommen und wäre beinahe direkt aufgestiegen. Zum Aufstieg reichte es jedoch am Ende nie, was den ehrgeizigen Coach bis heute stört: „Ich wollte aufsteigen, das Potential ist auch definitiv da, aber es fehlt einfach an der Einstellung.“ Ein Grund von vielen, der den ehemaligen Regionalligakicker dazu bewogen hat, sein Amt niederzulegen. „Wenn man merkt, da passiert nichts mehr, fragt man sich, ob das noch Sinn macht“, so Franciamore. Wie es für ihn persönlich weitergeht, ließ er offen: „Ich habe einige Anfragen, ob als Trainer, Co-Trainer oder auch Spieler. Ich höre mir alles an und schaue, wie ich weitermache.“ Wie es für die Novesia in der kommenden Spielzeit weitergeht, ist hingegen schon geklärt: Gabriel Bittencourt, der bislang als spielender Co-Trainer Franciamore zur Seite stand, wird den Posten des Cheftrainers übernehmen. Der 27-Jährige stammt aus einer Fußballerfamilie. Sein Bruder Leonardo spielt in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim, sein Vater Franklin war Profi bei Energie Cottbus und Gabriel selber spielte bis zur C-Jugend ebenfalls beim FCE.

Kommenden Sonntag geht es für Bittencourt und Franciamore gegen die Reserve der SG Kaarst. In der Hinserie verlor die Novesia mit 2:3 am Kaarster See. „Wir haben noch was gut zu machen“, sagt Franciamore, der sich vorgenommen hat, „die Saison vernünftig zu Ende zu spielen“ und einen „Platz unter den Top 5“ zu erreichen. Gegner Kaarst kämpft hingegen ums nackte Überleben. Mit gerade einmal 14 Zählern steht die SG auf einem Abstiegsplatz. Zum Jahresauftakt gab es drei Klatschen gegen Rommerskirchen/Gilbach (1:8), Grevenbroich-Süd (1:7) und Kapellen (0:4). „Das war nicht überraschend. Die Mannschaften waren nicht unser Kaliber. Mit dem Spiel geht es jetzt richtig los“, erklärt SG-Coach Pedrag Stojkovic und sagt: „Das ist schon eher ein Gegner, der unsere Schuhgröße trägt.“ Die nächsten vier Partien werden entscheidend: Novesia folgen der TSV Norf, die SVG Weißenberg und der TuS Hackenbroich. „Nach den vier Spielen wissen wir, ob wir uns noch Hoffnungen machen oder schon einmal für die Kreisliga B planen können“, sagt Stojkovic. Gegen Novesia will er aber erst einmal „den Bock umstoßen“.


Oben dran bleiben.
Die Reserve des SC Kapellen hat sich mit einem starken Start ins Jahr 2019 wieder in Schlagdistanz zur Tabellenspitze manövriert. Mit acht Zählern Rückstand liegt Kapellen auf Platz vier in Lauerstellung. Vier Siege in Folge, 19:2 Tore – das kann sich sehen lassen. „Wir wollen die Serie ausbauen und dann schauen, wo die Reise hingeht“, sagt Trainer Wolfgang Giesen. Gegner ist schon am Samstag (17.30 Uhr) die DJK Hoisten. „Wir haben uns mit der Spielverlegung selbst ein Ei gelegt“, gesteht Giesen. Kapitän Lukas Sander, Torwart Dennis Esser und Johannes Breuer fehlen. „Wir haben als die Anfrage kam, nicht drüber nachgedacht“, so Giesen. Den Aufsteiger aus Hoisten will der Coach trotz 6:0-Sieg aus dem Hinspiel nicht unterschätzen – gerade auch nach dem Remis gegen Tabellenführer „Roki“.
Pokal-Euphorie. Der 1. FC Grevenbroich-Süd ist am Dienstag in das Kreispokalfinale eingezogen. „Ich hoffe das pusht die Jungs. Wir hatten genug Zeit, um uns zu erholen“, sagt Trainer Kevin Hahn. Die Sportfreunde Vorst gastieren auf der Südanlage. „Vorst ist unheimlich schwer einzuschätzen. Wir tun uns gegen sie immer schwer“, sagt Hahn mit den Gedanken an die 1:3-Schlappe aus dem Hinspiel. Aber Hahn weiß genauso gut: „Wir müssen nur noch gewinnen und auf die Patzer der anderen warten. Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand.“

Die weiteren Partien. In Norf steht am Sonntag das Derby an: Der SV Rosellen kommt in das Von-Waldthausen-Stadion. Primus Rommerskirchen empfängt die Reserve des VdS Nievenheim. Der BV Wevelinghoven reist zum Aufsteiger SG Neukirchen/Hülchrath. Der FC Zons gastiert in Weißenberg und der TuS Hackenbroich trifft auf den SVG Grevenbroich.