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Korschenbroich: Nothaushalt für Korschenbroich

Korschenbroich : Nothaushalt für Korschenbroich

Mit den Stimmen von CDU, SPD und Aktive passierte der vorliegende Haushaltsentwurf 2011 gestern Abend den Stadtrat. Die FDP befürchtet einen Dauer-Nothaushalt, und die Grünen kritisieren "fehlenden Mut bei CDU und SPD".

Die Übereinstimmung hielt nicht: Im Hauptausschuss hatten – überraschend – die Fraktionen von Aktive und FDP dem Haushaltsentwurf 2011 zugestimmt. Gestern Abend kippten – wiederum überraschend – die Liberalen um. Dabei war CDU-Fraktionschef Marc Venten optimistisch ans Mikro getreten. Mit den Worten: "Einfach nur dagegen sein, hat sich überholt", hoffte er auf eine ungewöhnlich breite Zustimmung zum Zahlenwerk.

Dann kam es anders: Zwar blieb die Aktive ihrer Linie treu, doch die FDP wollte Einzelpositionen beschlossen haben. Da dies nicht möglich war und der Bürgermeister über die vorliegende Haushaltssatzung abstimmen ließ, votierte die FDP mit "Nein". Deutliche Kritik übte Wolfgang Houben (Grüne) an der Ratskooperation. "Wir hätten einiges mehr erreichen können, wenn es nicht an Mut und Willen von CDU und SPD fehlen würde." Houben verglich das Sparpaket mit dem "sprichwörtlichen Tropfen auf dem heißen Stein".

Auch Hanns-Lothar Endell (Aktive) machte seinem Unmut Luft, 20 Prozent bei den Vereinen einzusparen. Warum bei den Fraktionen nur zehn Prozent gekürzt wurden, war für ihn nicht einsehbar. Bernd Makowiack (Linke) pflichtete ihm bei: "Wir sind nicht besser als andere, ohne die Bürger und Vereine gebe es uns nicht." Er forderte eine deutliche Kürzung.

(NGZ)