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Jüchen: Notfallrettung zieht nach Jüchen um

Jüchen : Notfallrettung zieht nach Jüchen um

Matthias Kießling, Chef der Notfallrettung Kießling, ist nach Jüchen umgezogen. Seine Lizenz für Krankentransporte wurde jetzt um vier Jahre verlängert. Er kann auch Menschen mit bis zu 500 Kilogramm Gewicht transportieren.

Die Notfallrettung Kießling, die seit vier Jahren als einziges im Kreis ansässiges Unternehmen qualifizierten Krankentransport anbietet, hat ihre Konzession für den Rhein-Kreis um vier Jahre verlängert. "So schnell geben wir nicht auf", sagt Geschäftsführer Matthias Kießling, obwohl sich auch im vierten Jahr nach Ansiedlung die Nachfrage noch "sehr in Grenzen hält", wie er zugibt.

Begonnen hatte das Wuppertaler Unternehmen mit einer Wache an der Moselstraße in Neuss, doch dieser Standort musste aufgegeben werden. Die angemieteten Räume standen nicht mehr zur Verfügung, nachdem der Besitzer die Hallen an ein benachbartes Autohaus verkauft hat, das sich vergrößern will.

Neuer Standort ist jetzt eine Liegenschaft an der Neusser Straße in Jüchen. Anders als im Rettungsdienst, wo die Einhaltung bestimmter Hilfsfristen verbindlich vorgegeben ist, sind die Fahrten im Krankentransport meist lange im Voraus geplant. "Der Standort ist deshalb zweitrangig", erklärt Kießling, der sich bei seinem Markteintritt vor vier Jahren Neuss als Standort ausdrücklich gewünscht hatte.

Die Genehmigung nach den Buchstaben des Landes-Rettungsdienstgesetzes hatte sich Kießling mühsam erstreiten müssen. Sechs Jahre lagen zwischen seinem ersten, an den Rhein-Kreis als Genehmigungsbehörde gerichteten Antrag und einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster. Das hatte am Ende einen Bedarf im Rhein-Kreis, wo schon damals jährlich 33 000 Fahrten alleine im Krankentransport anfielen, bestätigt und so den Weg dafür frei gemacht, dass der Kreis neben den drei Hilfsorganisationen – DRK, Malteser, Johanniter – auch einem privaten Anbieter Marktzugang ermöglichen musste. Zum 1. April 2009 startete Kießling mit zwei Wagen im Kreisgebiet.

Seit einigen Monaten hat Kießling vom Rhein-Kreis auch die Erlaubnis, stark übergewichtige Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 550 Kilogramm zu transportieren; sogar unter Bedingungen der Intensivmedizin. Ein entsprechend ausgestattetes Fahrzeug wird in Wuppertal vorgehalten und im Bedarfsfall von dort aus in Marsch gesetzt. "Die Leitstelle des Rhein-Kreises hat bei uns aber nicht angerufen", stellt Kießling fest. Sein Problem war von Anfang an und bleibt, dass die Leitstelle des Kreises Fahren nur an die Hilfsdienste vergibt und die Notfallrettung Kießling bei der Kundenakquise auf sich gestellt ist.

(NGZ/ac)