Jüchen : Norbert Esser spricht Klartext

Jüchen Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss vor zwei Wochen seine Etatberatung vertagt hat, wird der Gemeinderat heute Abend zwar keinen Haushalt verabschieden. Gleichwohl wird es wohl nicht ganz langweilig zugehen.

Jüchen Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss vor zwei Wochen seine Etatberatung vertagt hat, wird der Gemeinderat heute Abend zwar keinen Haushalt verabschieden. Gleichwohl wird es wohl nicht ganz langweilig zugehen.

Dies macht der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert Esser mit Blick auf den von der FWG eingebrachten Antrag deutlich, zu dem Erdbeben vom 8. Dezember 2008 eine Anhörung mit unabhängigen Experten zu veranstalten. Zumindest in der vorliegenden Form dürfte der Antrag keine Mehrheit finden: Zwar bekräftigt Esser seine bereits im Planungsausschuss bekundete Bereitschaft, sich mit den Fraktionen abzustimmen, wobei zum einen "eine Anlaufstelle für die Bürger" eingerichtet werden soll und zudem "objektive Fachleute im Rat" anzuhören seien. Gleichwohl lässt er keinen Zweifel daran, dass sich die CDU nicht ins Schlepptau der Wählergemeinschaft zu begeben gedenkt: "Für den Tagesaktionismus der FWG stehen wir nicht zur Verfügung."

Essig in den Wein von Gerolf Hommel und seinen Mitstreitern gießt Norbert Esser auch mit Blick auf die geplante Straßensanierung in Wallrath. Hommel hatte kürzlich die Verwaltung ausdrücklich dafür gelobt, dass sie die von der FWG favorisierte "Kalteinbau"-Methode in die zu prüfenden Alternativen mit einbezogen habe (die NGZ berichtete). Für die CDU kommt diese indes nicht in Betracht. Esser verweist dabei auf eine Aussage des zuständigen Dezernenten Oswald Duda, der kürzlich im Planungsausschuss deutlich gemacht habe, dass der Kalteinbau nur kurzfristig für Abhilfe sorge: "Für den Gesamtsteuerzahler wird das zu teuer", so Norbert Esser. "Der Rat hält sich an seine Beschlüsse: Die Wallrather werden beteiligt", kündigt der CDU-Fraktionschef an. Keinen Zweifel lässt er jedoch daran, dass über den Straßenausbau "aufgrund von fachlichen Feststellungen der Ingenieure entschieden wird".

Mehr in der Donnerstagausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

(NGZ)
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